Paid Content SZ verdient mit Digital-Abos fast so viel wie mit Onlinewerbung

Freitag, 27. November 2015
Stefan Plöchinger
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Im März hat die "Süddeutsche Zeitung" mit der Überarbeitung ihrer digitalen Angebote auf ihrer Website eine Paywall eingeführt. Rund acht Monate später kann sich die Bilanz durchaus sehen lassen. Mittlerweile habe man mehr als 45.000 digitale Abonnenten, sagt SZ-Digitalchef Stefan Plöchinger im Interview mit Netzwirtschaft.net.
Davon seien zwei Drittel Leser, die die "SZ" ausschließlich digital nutzen und dafür den Vollpreis von 29,99 Euro pro Monat bezahlen. "Wir machen mit digitalen Abos fast so viel Umsatz wie mit digitalen Anzeigen. Das ist vermutlich Best Pratice im deutschen Markt, entgegen aller 'Das wird niemals klappen'-Warnungen", freut sich Plöchinger. Entspannt zurücklehnen kann sich der SZ-Digitalchef daher aber nicht - im Gegenteil. Man müsse über Journalismus auf Wearables und in TV-Apps nachdenken und die bestehenden Apps für immer mehr Bildschirmgrößen anpassen, während man immer noch die meisten Anzeigenumsätze auf Desktop-Rechnern mache. "Aber es hilft nichts, wer hier jetzt nicht mitkommt und sich für seine Marken Lösungen ausdenkt, die Leser überzeugen - im Zweifelsfall sogar vom Geldausgeben überzeugen - der hat mitteldridtig ein Existenzproblem", ist Plöchinger überzeugt. dh
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