Paid Content "Rhein-Zeitung" zieht Paywall für lokale Inhalte hoch

Montag, 04. November 2013
Chefredakteur Christian Lindner erklärt die Einführung der Paywall
Chefredakteur Christian Lindner erklärt die Einführung der Paywall
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Rheinzeitung Schranke Christian Lindner


Die Koblenzer "Rhein-Zeitung" macht online die Schranken dicht. Seit dem heutigen Montag gilt auf der Website Rheinzeitung.de eine sogenannte Metered Paywall für lokale Inhalte, Print- und Digital-Abonnenten können weiterhin frei surfen. Künftig werden Online-Nutzer der "Rhein-Zeitung" nach zehn Lokalartikeln im Monat zur Kasse gebeten. Ein Tagespass kostet 90 Cent, für einen Monatspass werden 6,90 Euro fällig. Zusätzlich bietet das Blatt einzelne Themenpakete zu individuell festgelegten Preisen an. Überregionale Themen bleiben von der Paywall unberührt, genau wie bisherige Abonnenten, die sich lediglich anmelden müssen.

In der Meldung, die den Nutzer in den kostenpflichtigen Bereich weiterleitet, setzt Chefredakteur Christian Lindner bewusst auf die persönliche Ansprache. "Auch journalistische Qualität muss hart erarbeitet werden. Und sie kann es nicht umsonst geben. Wir danken Ihnen dafür, dass Ihnen dies etwas wert ist", schreibt er auf der Website.

Um Qualitätsjournalismus langfristig auch im Netz anbieten zu können, setzen immer mehr deutsche Zeitungen auf Paywalls, unterscheiden dabei aber zwischen Metered Modellen ("Welt", "Darmstädter Echo"), der Freemium-Variante ("Bild", "Frankfurter Neue Presse") sowie harten und freiwilligen Bezahlschranken ("Böhme Zeitung", "Taz"). kl
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