Paid Content "Neue Zürcher Zeitung" vermeldet 22.000 Digitalabos

Dienstag, 01. Oktober 2013
Seit rund einem Jahr ist die Website NZZ.ch kostenpflichtig
Seit rund einem Jahr ist die Website NZZ.ch kostenpflichtig


Als die "Neue Zürcher Zeitung" als eine der ersten Tageszeitungen im deutschsprachigen Raum ankündigte, ihre Website NZZ.ch kostenpflichtig zu machen, blickte die Medienbranche gespannt auf die Schweizer Finanzmetropole am Zürichsee. Nun hat der Verlag erstmals Zahlen veröffentlicht.
Anlässlich der Veröffentlichtung der offiziellen Auflagenzahlen durch die Wemf AG für Werbemittelforschung hat die "Neue Zürcher Zeitung" erstmals auch die Zahl der digitalen Abonnenten bekannt gegeben - und ist nach eigener Aussage "einigermaßen zufrieden" mit dem Ergebnis: Laut der "Auflagenbeglaubigung" der Wemf, dem Schweizer Pendant der IVW, verzeichnete die NZZ im Zeitraum von Juli 2012 bis Juni 2013 im Schnitt 17.021 digitale Abonnements. Davon entfallen rund 10.000 Abos auf die "Neue Zürcher Zeitung" und rund 7000 auf die "NZZ am Sonntag". Eigenen Angaben zufolge ist die Zahl der digitalen Abonnements bis August auf mittlerweile rund 22.000 angestiegen.

Das digitale Abo der NZZ umfasst E-Paper, Webpaper und die Nutzung der Website NZZ.ch. "Die sukzessive steigenden Digitalabos zeigen deutlich, dass wir uns mit unserem digitalen Angebot auf dem richtigen Weg befinden" sagt Markus Will, Leiter Nutzermarkt der NZZ: "Die Einführung der 'Bezahlschranke' auf NZZ.ch vor einem Jahr unterstützt klar diese Digitalstrategie."

Die Zahlen der NZZ dürfte auch hiesige Zeitungsverleger darin bestärken, Paid-Content-Modelle weiter voranzutreiben. Im August hatte auch Axel Springer erstmals die Nutzerzahlen für das Bezahlmodell von Welt Online bekannt gegeben: Demnach nutzen 47.000 digitale Abonnenten das kostenpflichtige Markenabo der "Welt". Auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die "Süddeutsche Zeitung", das "Handelsblatt" und die "Zeit" wollen ihre Internetportale im Verlauf des Jahres kostenpflichtig machen und arbeiten an einer gemeinsamen technischen Plattform für ein Bezahlmodell. dh
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