Paid Content "Mopo" und Golem.de ziehen positive Zwischenbilanz

Freitag, 26. Februar 2016
Die Verlage setzen welweit verstärkt auf digitale Erlösmodelle
Die Verlage setzen welweit verstärkt auf digitale Erlösmodelle
Foto: Coloures-pic/Fotolia
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Laterpay Mopo Golem Morgenpost Bezahldienst Henning Langer


Rund anderthalb Jahre nach der Einführung von kostenpflichtigen Inhalten auf ihrer Website zieht die "Hamburger Morgenpost" eine positive Zwischenbilanz und will die Zahl der exklusiven Artikel weiter ausbauen. Die Zeitung setzt auf den Bezahldienst Laterpay. Auch für Golem.de lohnt sich der Einsatz der Paid-Content-Tools.
Bei Mopo.de kosten seit September 2014 ausgewählte Artikel, Serien und der Veranstaltungskalender "Plan 7" zwischen 10 und 40 Cent. Pro Tag werden im Schnitt drei kostenpflichtige Artikel angeboten. Die Conversion Rate vom Aufrufen eines Bezahl-Artikels bis zum Kauf liegt bei rund 70 Prozent. Insgesamt, also auf Basis der durchschnittlichen Nutzerzahlen, erreicht Mopo.de bei Bezahlinhalten Conversion Rates zwischen 10 und 30 Prozent. Am besten kommen exklusive Geschichten über Hamburg sowie aus den Bereichen Sport und Gesellschaft an. Das teilt der Micro-Payment-Anbieter Laterpay mit, mit dem die "Hamburger Morgenpost" zusammenarbeitet. Dabei müssen sich die Nutzer bei Mopo.de erst registrieren und bezahlen, wenn sie einen Betrag von 5 Euro erreicht haben. Das Prinzip der Trennung von Nutzung und Bezahlvorgang soll laut Laterpay die Hemmschwelle bei der Nutzung von Paid Content senken. Henning Langer, Leiter Digital bei der Mopo, bewertet die Erfahrungen mit dem Dienst positiv: "Wir sind mit der Zusammenarbeit sowohl hinsichtlich der Menge der Artikelkäufe als auch mit Laterpay als Partner sehr zufrieden. Nach Beendigung des langlaufenden Tests werden wir nun daran gehen, die Anzahl der Paid-Artikel auszubauen."

Auch Golem.de hat mit dem Dienst gute Erfahrungen gemacht. Das IT-Portal stellt seine Nutzer vor die Wahl: Für 4 Euro im Monat können Nutzer Werbung ausblenden, werden darüberhinaus auf der Website nicht getrackt und bekommen exklusiv einige Zusatzfunktionen. Wer sich nicht gleich für ein Abo entscheiden will, kann das Angebot mit einem sogenannten Zeitpass für ein paar Tage testen. Benjamin Sterbenz, Chefredakteur von Golem.de: "Seit Mai 2015 setzen wir Zeitpässe von Laterpay ein. Auf Basis unseres begeisterten Leserfeedbacks können wir sagen, dass sich 90 Prozent unserer Nutzer nach dem Erwerb von Drei- und Sieben-Tage-Zeitpässen für ein langfristiges 'Golem pur'-Abo entschieden haben." dh
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