Paid Content Facebook arbeitet an Abo-Modell für Instant Articles

Dienstag, 13. Juni 2017
Facebook will Paid Content einführen
Facebook will Paid Content einführen
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Facebook Bezahlschranke WSJ Guardian Media Group


Facebook bastelt an einer Bezahlschranke für seine Medienpartner. Das berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf beteiligte Mitarbeiter. Ende 2017 soll das Abo-Modell einsatzbereit sein.
Das war bislang eigentlich undenkbar: Paid Content bei Facebook. Doch im Zuge seiner Charmeoffensive will das soziale Netzwerk Medienunternehmen nun offensichtlich die Möglichkeit geben, zusätzliche Einnahmen zu generieren. Instant Articles könnten demnächst bei Bedarf kostenpflichtig werden.  Dem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge (Paid Content) tendiert Facebook dabei zu einer Metered Paywall, bei der eine bestimmte Anzahl von Artikeln kostenlos ist, bevor sich die Bezahlschranke senkt. Zu Details schweigt sich das soziale Netzwerk noch aus. Gegenüber dem "WSJ" bestätigte das Unternehmen immerhin, dass es Experimente gebe. 

An den Instant Articles kamen zuletzt Zweifel auf, nachdem sich mit dem "Guardian" ein renommierter Verlag von der Plattform verabschiedete. Ein Knackpunkt für viele Verlage sind die nach wie vor mäßigen Reichweiten und Erlöse, die sie damit erzielen.

Facebook bemüht sich im Rahmen seines Journalismus-Projekts derzeit um ein besseres Verhältnis zu Medienunternehmen. Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit Medienpartnern neue Produkte zu entwickeln und Journalisten besser über die Möglichkeiten zur Nutzung von Facebook zu informieren. Am Montag fand in Hamburg der erste Hackathon von Facebook in Deutschland statt. dh
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