Paid Content Erste Details zu „Spiegel Daily“

Freitag, 03. Februar 2017
Jesper Doub will Menschen ansprechen, die nicht den ganzen Tag Nachrichten im Netz verfolgen können
Jesper Doub will Menschen ansprechen, die nicht den ganzen Tag Nachrichten im Netz verfolgen können
Foto: Spiegel Gruppe

Mitte 2017, möglicherweise aber schon Anfang April startet die digitale Tageszeitung „Spiegel Daily“. Erste Einblicke in das redaktionelle Konzept, das mehrstufige Abomodell und das Zusammenspiel mit „Spiegel Online“.

Der Inhalt: „Spiegel Daily“ wird montags bis freitags um 16 Uhr erscheinen. Den Nutzer erwarten fünf „News-Explainer“, die einen Überblick über die wichtigsten Themen des Tages geben; dazu zwei Kommentare, eine Story aus dem aktuellen Heft, ein Best-of frei zugänglicher „Spiegel-Online“-Artikel, die tagesaktuellen Aufreger aus den sozialen Netzwerken sowie ein Serviceteil für den Abend mit Literaturtipps und einer Gute-Nacht-Geschichte für Erwachsene.

Die Zielgruppe: Gedacht ist „Spiegel Daily“ nach Angaben des zuständigen Geschäftsführers Jesper Doub für Menschen, „die einmal am Tag kompakt, kompetent, multimedial informiert werden wollen. Sie schätzen Online- und soziale Medien als wichtige Informationsquelle, haben aber nicht die Zeit, sie kontinuierlich zu verfolgen“.

Das Abomodell: Im ersten Monat wird „Spiegel Daily“ voraussichtlich gratis sein, danach kostet es voraussichtlich zwischen sieben und acht Euro monatlich. „Spiegel Daily“ wird zum Grundstein eines mehrstufigen Abomodells. Für zwei oder drei Euro mehr wird es zusätzlich Zugang zu allen „Spiegel-Plus“-Artikeln geben. Da „Spiegel-Plus“-Nutzer vor allem am Wochenende aktiv sind, wäre „Spiegel Daily“ unter der Woche die passende Ergänzung.

Schließlich die Premiumvariante: Wer „Spiegel“-Abonnent ist und bei „Spiegel Plus“ zusätzlich zum Zahlen aufgefordert wurde, fand das schon bisher ärgerlich. Damit wäre dann Schluss. Premium-Abonnenten erhielten automatisch kostenlosen Zugang zu allen „Spiegel“-Angeboten. So würde mit „Spiegel Plus“ und „Spiegel Daily“ die Treue belohnt, das Abo würde haltbarer. Mehr noch: Die Zusatzangebote könnten dazu dienen, verloren gegangene Abonnenten zurückzugewinnen. Nicht ohne Grund nennt Doub „Spiegel Daily“ einen weiteren „Baustein im Paid-Content-Angebot der Spiegel-Gruppe“. Angeblich sollen übrigens bereits fünfstellige Verkäufe ausreichen, um mit „Spiegel Daily“ kostendeckend zu arbeiten.

Das Zusammenspiel mit „Spiegel Online“: Zwar könnte „Spiegel Daily“ Reichweite kosten, andererseits ergänzen sich die beiden Angebote. Da „Daily“ als in sich geschlossenes Angebot mit festem Redaktionsschluss konzipiert ist, wird es selbst bei Großereignissen nicht aktualisiert. Das heißt: Alles, was nach 16 Uhr passiert, ist bis zum nächsten Nachmittag nur bei „Spiegel Online“ nachzulesen. „SpOn“ dient zudem als Hintertürchen, sollte „Daily“ nicht funktionieren. In diesem Fall würden die Kommentare, Videos, Erklärstücke und sonstigen Elemente von „Daily“ ganz einfach bei „Spiegel Plus“ eingebunden.  usi 

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