Paid Content BDZV zählt 100 Zeitungstitel mit Online-Bezahlmodellen

Mittwoch, 05. November 2014
Immer mehr Verlage setzen auf Paid Content im Netz
Immer mehr Verlage setzen auf Paid Content im Netz

Paid Content befindet sich in Deutschland weiter auf dem Vormarsch: Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger BDZV zählt mittlerweile 100 Online-Bezahlangebote bei 351 Tageszeitungen. Das Freemium-Modell erweist sich dabei als beliebteste Variante.
Laut BDZV setzen 61 Prozent der Zeitungen auf das Paid-Content-Modell, bei dem die Redaktionen selbst entscheiden, welche Inhalte kostenpflichtig sein sollen. Gut ein Viertel verwendet das Metered Model, bei dem eine bestimmte Anzahl an Artikeln pro Monat gratis gelesen werden kann, ehe die Bezahlschranke fällt. Im Schnitt ist dies nach 16 Klicks der Fall. Lediglich vier Prozent der Verlage verbergen sämtliche Inhalte hinter einer Paywall. Die taz schert ein wenig aus und setzt auf freiwillige Bezahlung.
„Paid Content hat in den vergangenen zwei Jahren eine enorme Dynamik entfaltet.“
Hans-Joachim Fuhrmann
Um unterschiedlichen Nutzungsgewohnheiten Rechnung zu tragen und den Nutzern die Abrechnung so leicht wie möglich zu machen, bieten die meisten Verlage nach BDZV-Angaben mindestens zwei Abrechnungsmodelle an. Die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Methode ist das Abonnement, 60 Prozent der Paid-Content-Anbieter haben zudem einen Tagespass im Angebot.

"Paid Content hat in den vergangenen zwei Jahren eine enorme Dynamik entfaltet: Ende 2012 besaßen erst 40 Zeitungstitel ein Online-Bezahlmodell, Ende 2014 sind es mehr als doppelt so viele", sagt Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter Kommunikation + Multimedia beim BDZV. Einen Überblick über Paid Content Angebote deutscher Zeitungen bietet der BDZV auf seiner Homepage. ire
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