Out-of-Home Transportmedien bringen JC Decaux nach vorn / Großflächenwerbung schwächelt

Montag, 09. November 2015
Jean-François Decaux knüpft unter anderem große Erwartungen an die bevorstehende Übernahme des spanischen Werbers Cemusa
Jean-François Decaux knüpft unter anderem große Erwartungen an die bevorstehende Übernahme des spanischen Werbers Cemusa
Foto: Stefanie Rex

Der Außenwerber JC Decaux profitiert im 3. Quartal 2015 vor allem von der guten Entwicklung in den Geschäftsbereichen Transport und Stadtmöblierung. Das Geschäft mit der Großflächenwerbung bleibt allerdings weiterhin schwach.

Insgesamt steigt der bereinigte Umsatz des französischen Außenwerbekonzerns, der die Mehrheit an der Berliner Wall AG hält, im 3. Quartal des Jahres um 14,1 Prozent auf 764 Millionen Euro gegenüber 669,3 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Lässt man die positiven Auswirkungen von Wechselkurseffekten und Änderungen des Konsolidierungskreises außer Acht, wuchs der bereinigte Umsatz um 4,3 Prozent. Der bereinigte Umsatz im Kerngeschäft, also die Werbeeinnahmen ohne Umsätze aus Verkauf, Vermietung und Wartung von Stadtmöbeln, verbesserte sich organisch um 4,6 Prozent.

Größter Wachstumstreiber im Berichtszeitraum ist das Segment der Transportmedien. Hier stieg der bereinigte Umsatz um 27,7 Prozent auf 347 Millionen Euro (plus 9,7 Prozent organisch). Auch in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum erzielte der Unternehmensbereich hohe Wachstumsraten. In Nordamerika stiegen die Umsätze ebenfalls.

Im Bereich der Stadtmöblierung klettert der bereinigte Umsatz im 3. Quartal um 5 Prozent auf 303,2 Millionen Euro (plus 3,2 Prozent organisch). In Europa blieben die Umsätze in etwa gleich. Im asiatisch-pazifischen Raum, in Nordamerika und der übrigen Welt vermelden die Franzosen steigende Werte für das Segment.

Während die Konzernsparte Großflächenwerbung im dritten Quartal insgesamt um 4,6 Prozent zulegte und einen bereinigten Umsatz von 113,8 Millionen Euro vermeldet, muss der Unternehmensbereich in Europa Einbußen hinnehmen. Auch in der "übrigen Welt" verzeichnet JC Decaux ein negatives Wachstum, wofür der Außenwerber in erster Linie die schwierigen Marktbedingungen in Russland verantwortlich macht. Positiv wirke sich dagegen die Integration von Continental Outdoor Media, die am 1. Juni 2015 angelaufen ist, auf das Ergebnis im Segment aus.

Für das 4. Quartal des Jahres erwartet Jean-François Decaux, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO von JC Decaux, ein organisches Umsatzplus auf dem Niveau der ersten neun Monate, wodurch das prognostizierte Wachstum für das Gesamtjahr auf 3 Prozent steigen würde. Eine wichtige Rolle schreibt Decaux dabei den in jüngster Zeit gewonnenen Verträgen wie den über die Londoner Fahrgastunterstände und strategischen Akquisitionen wie die Übernahme des spanischen Werbers Cemusa zu, der den Franzosen unter anderem die Stadtmöblierung in New York City ermöglichen wird. kan

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