Optische und inhaltliche Überarbeitung "Stern" zielt aufs Wochenende

Dienstag, 29. Juli 2014
Chefredakteur Dominik Wichmann will mit dem "Stern" näher ans Wochenende rücken
Chefredakteur Dominik Wichmann will mit dem "Stern" näher ans Wochenende rücken


Vor knapp zwei Jahren setzte der "Stern" einen, so der offizielle G+J-Sprech, "ganzheitlichen Veränderungsprozess" in Gang - der im August wieder Früchte tragen wird. Dann präsentiert sich das Magazin inhaltlich und optisch überarbeitet. Hintergrund für die jüngsten Neuerungen ist der Versuch, das Magazin noch stärker auf die Lesesituation und das Leben am Wochenende auszurichten.
So wolle man dem "aktuellen Wunsch der Leser und der Marktentwicklung gerecht werden", heißt es beim Hamburger Verlagshaus Gruner + Jahr. "Die Leser sind am Donnerstag, wenn der "Stern" erscheint, noch in der Woche drin, stellen sich aber gedanklich schon aufs Wochenende ein. Dieser Tatsache wollen wir jetzt noch mehr Beachtung schenken und das Wochenende stärken - denn es ist die leseintensivste Zeit", erläutert Chefredakteur Dominik Wichmann.

Der hintere Heftteil wird künftig konsequent auf den Aspekt "Inspiration" zugeschnitten. Das bisherige "Extra" verschmilzt mit der neuen Rubrik "Sein und Haben". Die Humorseite erhält am Schluss des Magazins einen festen Platz. Zudem soll es mehr Autorenstücke, Geschichten über persönliche Erfahrungen und eine neue Schriftart geben.

Auch einige Kolumnen entwickelt der "Stern" weiter. So rückt die Kolumne von Meike Winnemuth weiter nach vorne; mit "Das bewegt Deutschland" wird im vorderen Teil eine neue Kolumne zu aktuellen gesellschaftlichen Trends etabliert. Außerdem soll in diesem vorderen Magazin-Teil die Fotokompetenz des "Stern" eine noch größere Rolle spielen als bisher.

Der "Stern" verkaufte im 2. Quartal 2014 laut IVW 756.659 Exemplare, ein Minus von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Abo-Auflage liegt derzeit bei 217.628 Stück. Der Versuch, den Lesegewohnheiten der Käufer mehr entgegenzukommen, dürfte auch eine Reaktion auf die Konkurrenz sein: Der "Spiegel" erscheint ab 2015 nicht mehr Montags, sondern schon Samstags, auch die "Zeit" profitiert von ihrer Positionierung als Wochenendlektüre. fam
Meist gelesen
stats