Open Automotive Alliance Google schmiedet Kooperation mit Autoherstellern

Montag, 06. Januar 2014
Die Startseite der OAA-Homepage (Bild: Screenshot openautoalliance.net)
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Nun ist es offiziell: Google hat eine Kooperation mit mehreren namhaften Autoherstellern bekannt gegeben und damit entsprechende Spekulationen bestätigt. Dem "Open Automotive Alliance" (OAA) getauften Zusammenschluss gehört neben Audi, GM, Honda und Hyundai auch der Chiphersteller Nvidia an. Ziel der Kooperative ist es, das Automobil enger mit mobilen Endgeräten zu vernetzen und so die Vision vom intelligenten Auto voranzutreiben. Millionen Menschen brächten bereits heute ihre Android-basierten Smartphones oder Tablets mit ins Auto, allerdings fehle die Verbindung zum Fahrerlebnis, schreibt Android-Chefentwickler Patrick Brady im entsprechenden Produktblog. "Gemeinsam mit unseren OAA-Partnern arbeiten wir an der Integration und Anpassung von Android für Autos, um das Fahren sicherer, leichter und unterhaltsamer zu machen", führt Brady weiter aus. Unter sich bleiben wollen die Mitglieder der Allianz indes nicht: Man sei offen für weitere Autohersteller und Technologieunternehmen, um gemeinsam an Innovation für das Automobil zu arbeiten.

Spiele, Musik und die Lieblingsgsapps würden so ihren Weg vom Smartphone bzw. aus der Cloud direkt auf die Bedienelemente des jeweiligen Automodells finden. Denkbar seien sogar Armaturenbretter, die sich als Tablet unter den Arm klemmen lassen, berichtet das "Handelsblatt" vorab von der heute beginnenden Technikmesse "Consumer Electronics" in Las Vegas, wo die Beteiligten die Partnerschaft vorstellen. "Somit wird das Auto zum Mobile-Device schlechthin - mit immer neuen Möglichkeiten", zitiert die Zeitung Audis Chefentwickler Ulrich Hackenberg.

Die Vision vom komplett vernetzten Auto ist in Las Vegas eines der großen Themen. Viele Autobauer sind auf diesem Gebiet bereits aktiv: Bei BMWs Konzept Connected Drive beispielsweise kann der Fahrer bereits heute sein Smartphone als Fernbedienung für diverse Systeme in seinem Automobil verwenden, Mercedes-Fahrzeuge können über die Web-Plattform "My Mercedes" personalisiert werden. Eine umfassende Integration der eigenen Dienste, wie sie Apple im vergangenen Jahr mit "iOS in the Car" bereits vorstellte und Unternehmen wie Honda, Audi oder BMW als Partner dafür gewann, fehlte bei Google bislang.

Die intensivierte Zusammenarbeit der Techgiganten mit Autoherstellern dürfte eine weitere Vision in Richtung Serienreife rücken, die im Straßenverkehr noch Zukunftsmusik ist, in der Erprobung aber schon längst Realität: das autonome Fahren. Dabei bewegen sich die Fahrzeuge ohne Zutun des Fahrers, sondern nur per Computertechnik. Der Markt hierfür könnte laut Schätzung der Marktforscher von Strategy Analytics im Jahre 2019 bei 16,2 Milliarden Euro liegen, heißt es im "Handelsblatt". ire
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