Onlinewährung Agof will ab 2017 tägliche Daten veröffentlichen

Donnerstag, 28. Juli 2016
Agof-Chefin Claudia Dubrau
Agof-Chefin Claudia Dubrau
Foto: Agof

Mit "Hochdruck" arbeitet die Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof) laut ihrer Geschäftsführerin Claudia Dubrau an der Umsetzung der Agof Next. Unter dem internen Arbeitstitel verbergen sich mehrere Einzelprojekte. Werbungtreibende und Mediaagenturen hatten – vertreten durch OWM-Vorstand Uwe Storch und OMG-Sprecher Klaus-Peter Schulz – vergangene Woche in HORIZONT kritisiert, dass die Reform der Onlinewährung nicht schnell genug vorankommt.

Das Konzept sei gemeinsam mit Agenturen und Werbungtreibenden entworfen und "auf valide Füße gestellt worden". Allerdings habe die Auswahl der Dienstleister Zeit in Anspruch genommen. "Alle Arbeiten verlaufen aktuell zu unserer großen Freude genau nach Zeitplan", so Dubrau gegenüber HORIZONT Online.

Ende des Frühjahrs 2017 soll das derzeit priorisierte Projekt „Daily Digital Facts“ serienreif sein. Dann werden die Zugriffsdaten für die von der Agof erfassten Internetangebote täglich veröffentlicht. Der jetzige monatliche Takt mit einem sechswöchigen Verzug bis zur Veröffentlichung erscheint vor allem angesichts des steigenden Anteils an Inventar, das programmatisch – also in Echtzeit – eingebucht wird, anachronistisch.

Uwe Storch, OWM, und Klaus-Peter Schulz, OMG_2016
Bild: Olaf Ballnus / HORIZONT

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Das zweite wichtige Teilprojekt von Agof Next ist die Veröffentlichung von kampagnenbezogenen Ex-Post-Daten. Aktuell werden Agof-Zahlen nur zur Planung genutzt. "Die Ex-Post-Daten ermöglichen eine Kampagnenkontrolle auf Basis des Währungsstandards, auf dem im Vorfeld geplant wurde", sagt Dubrau.

Ins Stocken geraten ist dagegen die Frage, wie eine zeitliche Dimension in die Daten eingebracht werden kann. 2015 haben sich die Beteiligten darauf geeinigt, dass es fünf Zeitabstände geben soll, in die die Kontakte einsortiert werden: die "Kontakte pro Zeitklassen auf Werbeträgerebene". "Aber bisher entspricht der Wert noch nicht der methodischen Güte, die die Agof an einen derartigen Wert stellt", räumt Dubrau ein. Wie an dieser Stelle weitergemacht wird, wird nun geprüft. pap

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