Onlinevideos Malgara und Dang sehen keine Gefahr fürs TV

Montag, 26. Oktober 2015
Mediaplus-Geschäftsführer Andrea Malgara und IP-Chef Matthias Dang im Gespräch.
Mediaplus-Geschäftsführer Andrea Malgara und IP-Chef Matthias Dang im Gespräch.
Foto: HORIZONT
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Aller neuen technischen Möglichkeiten zum Trotz: Onlinevideo wird TV in den nächsten Jahren nicht gefährlich werden können. Da sind sich Mediaplus-Geschäftsführer Andrea Malgara und IP-Chef Matthias Dang im Expertengespräch mit HORIZONT einig. Das Problem im Moment ist laut Malgara: Die Nutzung sei schlicht und einfach zu niedrig.
 "Für ein Massen-Markenprodukt eine hunderprozentige Onlinevideo-Kampagne zu machen, ist sinnlos", sagt Dang. Man bräuchte etwa zwei Monate, um die Hälfte der Bevölkerung zu erreichen, während man im TV in drei bis vier Wochen 80 bis 85 Prozent Reichweite aufbauen könne. Dennoch räumen der Vermarkter und der Agenturvertreter ein, dass viele junge Menschen ins Web abgewandert sind und die Second-Screen-Nutzung mit dem Smartphone die Wirkung von TV beeinträchtigt. "Es gibt schon ein Problem dadurch, dass die Aufmerksamkeit wandert. Während des Programms springen die Augen nur 1,5 Mal pro Minute zwischen Smartphone und Big Screen hin und her, während der Werbung aber 4,1 Mal", sagt Malgara.

Das bedeute aber nicht, dass die junge Zielgruppe fürs lineare Fernsehen verloren ist. "Die kommen zurück", ist sich Dang sicher. Dennoch spiele non-lineare Nutzung für sie auch weiterhin eine wichtige Rolle, weil es so bequem sei. Malgara hofft, dass die Jungen mit zunehmendem Alter den Weg zurück finden werden. "Aber wir werden sie uns immer mit anderen Medien teilen müssen."

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