Onlinevermarkter Ströer vollzieht Übernahme von IM und T-Online und hebt Prognose an

Dienstag, 03. November 2015
Ströer-Chef Udo Müller
Ströer-Chef Udo Müller
Foto: Ströer

Ströer hat die Übernahme von Interactive Media und des Portals T-Online.de wie geplant am Dienstag abgeschlossen. Die Telekom hält damit künftig rund 11,6 Prozent an dem expandierenden Außenwerber, der seine Prognosen für 2016 mit der Übernahme deutlich nach oben korrigiert.
So erwartet Ströer für das laufende Jahr einen konsolidierten Umsatzbeitrag von mehr als 100 Millionen Euro, 2016 sollen Interactive Media (IM) und T-Online.de nach Umsatzsynergien mehr als 120 Millionen Euro zum gesamten Umsatz beitragen. Den Beitrag zum operativen Ergebnis der beiden Neuwerwerbungen beziffert Ströer auf 50 Millionen Euro nach Synergien, für 2016 rechnet das Unternehmen mit einem EBITDA-Beitrag von IM und T-Online von 45 Millionen Euro. Außerdem rechne man mit einem Anstieg des Gewinns pro Aktie um mindestens 10 Prozent. Ströer steigt mit der Übernahme von Interactive Media zum größten deutschen Onlinevermarkter auf. Mit T-Online und dem Portfolio von IM erreicht Ströer Interactive 42,82 Millionen Unique Usern und kommt auf eine Reichweite von 81 Prozent. "Die Transaktion markiert den Beginn einer neuen Ära für unser Unternehmen. Beide Unternehmen ergänzen unser Portfolio in hervorragender Weise, heben uns als Gruppe auf eine neue Ebene und steigern nochmals deutlich das Interesse unserer Kunden an unseren Produkten und Kommunikationslösungen", sagt Ströer-Chef Udo Müller. "Dank unserer Erfahrung aus der Konsolidierung des Außenwerbemarktes in Deutschland können wir unsere Digital-Akquisitionen schnell und effizient integrieren und Synergien entlang der gesamten Wertschöpfungskette heben."

Mit der Übernahme, die durch eine Kapitalerhöhung finanziert wird, wird die Deutsche Telekom Anteilseigner bei Ströer und hält rund 11,6 Prozent an dem Kölner Unternehmen. Außerdem prüfe man derzeit weitere Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, zum Beispiel im Bereich der technischen Infrastruktur. Darüberhinaus legen Ströer und die Deutsche Telekom gemeinsam mit Falk Technologies einen Wagniskapital-Fonds auf, der auch weiteren interessierten Partnern offensteht. dh
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