Onlinestudie von ARD und ZDF Mobiles Internet und "Silver Surfer" auf dem Vormarsch

Mittwoch, 04. September 2013
Die Gruppe der "Silver Surfer" wächst stetig (Bild: Fotolia)
Die Gruppe der "Silver Surfer" wächst stetig (Bild: Fotolia)
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Der deutsche Internetnutzer verbringt laut Onlinestudie von ARD und ZDF im Schnitt 169 Minuten am Tag im Netz. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 36 Minuten. Verantwortlich für den Booom ist vor allem das mobile Internet, das mittlerweile von 41 Prozent der hiesigen Onliner genutzt wird. Die Zahl der Internetnutzer wächst hingegen nur moderat - hierfür ist besonders eine Bevölkerungsgruppe verantwortlich. 77,2 Prozent der Erwachsenen ab 14 Jahren in Deutschland sind online, das entspricht 54,2 Millionen Menschen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Wachstum von 1,3 Prozentpunkten. Treiber dieser Entwicklung ist nach Angaben der Studienautoren ausschließlich die Generation der "Silver Surfer", also Menschen jenseits der 50. Den größten Sprung vom Off- zum Onliner machen demnach die über 70-Jährigen: Hier wächst die Nutzerzahl von 20,1 Prozent (2012) auf 30,4 Prozent. Bei den 50- bis 59-Jährigen steigt die Internetverbreitung um 6 Prozentpunkte auf 82,7 Prozent, bei den über 60-Jährigen um 3 Prozentpunkte auf 42,9 Prozent.

Stark vergrößert hat sich auch die Zahl derjenigen, die einen Internetfähigen Fernseher besitzen (29 Prozent) und damit auch tasächlich online gehen. Dies tun mittlerweile 12 Prozent (2012: 2 Prozent). Umgerechnet rufen damit 6,5 Millionen Menschen zumindest selten mit ihrem TV-Gerät Inhalte über das Web ab. Auch die wöchentliche Bewegtbildnutzung hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen: 43 Prozent der Internetnutzer - das entspricht 23 Millionen Menschen - rufen regelmäßig Fernsehsendungen und andere Videos im Netz. Dies ist ein Zuwachs von 6 Prozentpunkten.

Besonders groß (76 Prozent) ist der Anteil der Bewegtbild-Konsumenten erwartungsgemäß bei den 14- bis 29-Jährigen. Originäre Fernsehinhalte, also TV-Sendungen, werden von 16 Prozent der Onliner mindestens einmal wöchentlich live oder zeitversetzt genutzt. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind es bereits 27 Prozent. Parallel zur Reichweite steigt die Sehdauer. Rund 5 Minuten, das sind zwei Prozent des täglichen Fernsehkonsums, werden über das Internet ferngesehen: 3 Minuten linear und 2 Minuten zeitversetzt. Bei den 14- bis 29-Jährigen entfallen bereits 12 Minuten des Fernsehkonsums (linear oder zeitversetzt) auf das Internet. ire

Im Detail sind die Ergebnisse der Studie unter ard-zdf-onlinestudie.de abrufbar.
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