Online Marketing Rockstars Eine Warnung und fünf Tipps von Philipp Westermeyer

Freitag, 03. März 2017
Philipp Westermeyer
Philipp Westermeyer
© Alex Grimm / Getty Images

Online-Fieber in Hamburg: Philipp Westermeyer hat die Online Marketing Rockstars Konferenz in Hamburg mit seinem Blick auf die Digitalmarketingwelt eröffnet. Es ist das erste Mal, dass Westermeyer für die OMR eine eigene Einschätzung zum Stand des Digitalmarketings in Deutschland gegeben hat.

Die größten deutschen Digitalmarketingfirmen müssten aufpassen, dass sie nicht von den amerikanischen Gafa-Riesen einerseits und den nachstürmenden Blun (Booking.com, LinkedIn, Uber, Netflix) aufgerollt werden, so Westermeyer. Der Börsenwert der amerikanischen Konzerne Google, Amazon, Facebook und Apple liege aktuell bei rund 1,96 Billionen Euro, während die größten deutschen Digitalfirmen, darunter Zalando, Trivago, Scout24, Pro Sieben Sat 1 und Axel Springer, auf gerade mal 48 Milliarden Euro kämen. "Das muss man im Blick haben", sagt er in seiner Auftaktrede.  In diesem Spannungsfeld zwischen Gafa und Blun zu bestehen, sei die Herausforderung.

Um den Börsenwert der Firmen zu ermitteln, hat Westermeyer den German Internet Index GIX aufgelegt, in dem Unternehmen mit einem endkundenorientierten Geschäft enthalten sind, deren Kernbusiness Digitalmarketing ist und die auf über eine Milliarde Euro Börsenwert kommen.

Ein großes Lob von Westermeyer bekommt jedoch der deutsche Mittelstand. Rund 2000 Weltmarktführer fänden sich darunter. Vorwerk attestierte er für sein unkonventionelles Marketing für den Thermomix, "wegweisend" zu sein.

Als konkrete Tipps gibt er den Zuhörern - vor allem Werbungtreibenden und Agenturen - auf der Hamburger Messe fünf Einschätzungen mit auf den Weg:

1.

Nischen-Influencer nutzen

Influencer wie zum Beispiel Sekretärinnen können in ihrer Nische wegen ihrer großen Glaubwürdigkeit für Werbungtreibende und deren Produkte viel bewirken.

2.

Content Recommendation

Firmen wie Bubble, aber auch Ligatus und Plista, beackern das Feld erfolgreich, Empfehlungen für Texte zu platzieren.

3.

Podcasts

Frei nach der Devise "Totgesagte leben länger" sieht Westermeyer hier noch viel Potenzial. Zwar seien die Reichweiten nicht so hoch, aber die Aufmerksamkeit der Zuhörer dafür um so größer, so dass KPIs wie CPCs überzeugen können.

4.

Stores

Die Ladenshops als Marketingtool zu nutzen, sieht er als große Chance. Apple habe das mit seinen 750 Stores weltweit in Toplagen vorgemacht. "Ein Ladenlokal ist wie ein Billboard", sagt er.

5.

Amazon Marketing

Seit 2015 vermarktet auch Amazon Werbung. Im Vergleich zu Google Adwords sei die Werbung dort im Moment aber viermal so günstig. Die Chancen, damit einen höheren ROI zu holen, daher derzeit sehr gut.

Meist gelesen
stats