Online-Bewegtbild Youtube nimmt nicht überspringbare Pre-Rolls aus dem Programm

Dienstag, 21. Februar 2017
Youtube killt ein Werbeformat
Youtube killt ein Werbeformat
Foto: Youtube

Pre-Rolls gehören bei den Nutzern von Online-Werbung zu den verhasstesten Formaten - besonders dann, wenn man sie nicht überspringen kann. Und auch für Werbungtreibende gibt es offenbar bessere Formate, um die Nutzer zu umgarnen. Bei Youtube gehören nicht überspringbare Pre-Rolls zum Inventar - allerdings nicht mehr lang.
Wie die Branchendienste "Campaign" und "The Verge" melden, wird Google die so genannten Non-skippable 30-Second Ads mit Beginn des Jahres 2018 aus dem Programm nehmen. Stattdessen wolle man sich auf Formate konzentrieren, die sowohl für Nutzer als auch für Werbungtreibende gut funktionierten. "Wir haben uns verpflichtet, unseren Nutzern eine bessere Erfahrung mit Online-Werbung anzubieten", zitiert "The Verge" aus einem offiziellen Google-Statement.
Wer jetzt darauf hofft, dass Non-skippable Ads auf Youtube generell zum Auslaufmodell werden, sollte sich allerdings nicht zu früh freuen: Werbungtreibende können auch weiterhin sowohl 15- als auch 20-Sekünder als nicht überspringbare Spots buchen. Außerdem wird die Google-Tochter wohl ihr im vergangenen Jahr eingeführtes Format Bumper Ads stärker in den Markt drücken. Dabei handelt es sich um nicht überspringbare 6-Sekunden-Werbeclips.

Für den Schritt dürften zwei Gründe ausschlaggebend sein: Zum einen gelten Pre-Rolls für viele Onliner als einer der Hauptgründe dafür, sich einen Adblocker zu installieren. Einer Untersuchung von Teads aus dem vergangenen Jahr zufolge sagten dies 800 von 1000 Internetnutzern. Der zweite Grund dürfte sein, dass Facebook beim Thema Onlinevideo immer stärker aufs Gas drückt - und die Nutzer dabei deutlich weniger mit Werbung konfrontiert als dies bei Youtube der Fall ist. Im Gegensatz zu Youtube gibt es auf der Plattform allerdings (noch) keine Pre-Rolls. Momentan experimentiert Facebook lediglich mit Mid-Rolls. ire
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