Online Ad Summit Vermarkter bemühen sich um Standards

Dienstag, 13. September 2016
OVK-Vorsitzender Paul Mudter
OVK-Vorsitzender Paul Mudter
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Die Vermarkter arbeiten auf Hochtouren daran, den Forderungen nachzukommen, die der Kundenverband OWM aufgerufen hat. Die Kunden fordern einheitliche Messsysteme und mehr Standards in der digitalen Werbung. "Das Auslieferungssystem ist so komplex wie nie. Die Unsicherheit ist ein Thema, das alle beschäftigt", sagt Paul Mudter, Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), beim 5. Online Ad Summit in Köln. Die Vermarkter organisieren die Veranstaltung seit 2012 als Pre-Dmexco-Event und haben es in diesem Jahr unter das Motto "Clean Ads 2.0" gestellt.

"Unser Ziel ist es, die Komplexität zu reduzieren und soviel Sicherheit wie möglich aufzubauen. Dafür brauchen wir aber alle Marktteilnehmer", so Mudter, auch mit Blick auf die Kunden.

Der BVDW arbeitet ständig an Spezifikationen, also Definitionen und Vereinbarungen für den Markt. Diese sind auf Werbeformen.de nachzulesen. Allerdings sind diese nicht verpflichtend, sondern bieten eine Orientierung für die mittlerweile über 3500 Dienstleister und Parteien, die im digitalen Werbesystem agieren.

Auf der Suche nach Standards blicken die Vermarkter nicht nur auf Deutschland, sondern suchen den Schulterschluss mit dem IAB Europe und auch den USA. Im BVDW gibt es seit zwei Monaten eine Arbeitsgruppe, die den Kontakt zum IAB intensivieren will und dort auch deutsche Forderungen einbringen. 

Das IAB - IAB steht für International Advertising Bureau - hat das Konzept "Lean" aufgesetzt, um Qualitätskriterien für Onlinewerbung zu definieren. L steht für "Light". Dabei geht es um geringere Dateigewichte, die eine schnelle Auslieferung der Werbemittel sichern soll. E für "Encrypted" und damit die Sicherheit der Werbemittel. A für "Ad Choice Supported", dahinter verbirgt sich zum Beispiel die Opt-out-Möglichkeit für User, und N für "Non-Invasive Ads", also nicht aufdringlichere Werbung. Wie letztere zu definieren sind und ob es dabei um die Vermeidung von besonders aufdringlichen Werbemitteln wie Layern gehen soll, oder doch eher um die Kreation des einzelnen Werbemittels - darüber wird sowohl hierzulande als auch im Ausland heftig diskutiert. pap

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