Olympische Winterspiele Snapchat bekommt Olympia-Inhalte von Eurosport

Mittwoch, 18. Oktober 2017
Discovery-Managerin Susanne Aigner-Drews bei der Präsentation der Olympia-Pläne von Eurosport
Discovery-Managerin Susanne Aigner-Drews bei der Präsentation der Olympia-Pläne von Eurosport
© Discovery

Eurosport und Snapchat üben den Schulterschluss: Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang wird der Sportsender Inhalte speziell für Snapchats Discover-Plattform produzieren. Es ist die erste europaweite Kooperation von Snap. 
Ein eigenes Redaktionsteam von Eurosport wird speziell für Snapchat Inhalte produzieren, die vor allem auf junge Nutzer abzielen. Neben Berichten über junge Trendsportarten wie Snowboard, Downhill- und Freestyle-Ski oder Eishockey will Eurosport auch Einblicke hinter die Kulissen des Sportevents bieten und Athleten und Influencer begleiten. In einem eigenen Discover Channel bietet Eurosport Nutzern außerdem Features wie Vollbildgrafiken, Textoverlays, Animationen und Soundoptionen, um Inhalte zu kreieren, kuratieren und zu teilen.  "Wir freuen uns, dass wir die Spannung und Leidenschaft der Olympischen Spiele direkt zu Snaps dynamischer und junger Community transportieren können. Somit kommt Discovery seinem Versprechen, mit den Olympischen Spielen in Europa mehr Menschen auf mehr Bildschirmen als jemals zuvor zu erreichen, einen Schritt näher", erklärt Michael Lang, Präsident, International Development & Digital für Discovery International.

Snapchat hat in Europa eigenen Angaben zufolge rund 55 Millionen Nutzer. Zwei Drittel davon nutzen die App täglich. In den USA kooperiert Snap bereits seit dem Sommer mit Discovery. Das Medienhaus produziert dort für Snapchats Discover-Plattform Shows wie die "Shark Week on Snapchat". 

Für Discovery ist der Deal mit Snapchat ein weiterer Baustein in der Auswertung seiner Olympia-TV-Rechte. Der Medienkonzern hatte 2015 für rund 1,3 Milliarden Euro die TV-Rechte für die nächsten vier olympischen Spiele erworbenNeben den Free-TV-Rechten beinhaltet der Deal auch die exklusiven Rechte für alle Plattformen inklusive Pay-TV, Internet und mobile Plattformen.

Die Refinanzierung dürfte für Discovery eine Herausforderung sein. "Wir wissen, dass die Refinanzierung ein Marathon und kein Sprint ist", sagte Discovery-Deutschlandchefin Susanne Aigner-Drews im Sommer im Interview mit HORIZONT Online. Neben der Werbevermarktung und Sublizenzen setzt der Medienkonzern dabei auch auf digitale Plattformen wie seinen Europort-Player. dh

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