Olympische Winterspiele 2018 Eurosport gibt weitere Sende-Details bekannt

Mittwoch, 01. November 2017
Susanne Aigner-Drews ist Geschäftsführerin Discovery Networks Deutschland
Susanne Aigner-Drews ist Geschäftsführerin Discovery Networks Deutschland
© Discovery

In 100 Tagen ist es so weit, dann beginnen die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang. Der Olympia-Sender Eurosport hat nun weitere Einblicke in sein Sendekonzept gegeben. Insgesamt will der Sender mehr als 4000 Stunden übertragen, davon 900 live. Zudem hat Discovery mitgeteilt, auf welchen frei empfangbaren Sendern die Olympischen Wettbewerbe hierzulande zu sehen sein werden.
Außer auf Eurosport 1, wo 24 Stunden am Tag nonstop über Olympia berichtet werden soll, wird die Free-TV-Berichterstattung aus Pyeongchang auch auf TLC zu sehen sein. Von DMAX, das Discovery vor Kurzem noch als Heimat der Wettbewerbe Bob und Rennrodeln angekündigt hatte, ist in der aktuellen Mitteilung allerdings keine Rede mehr. Im Pay-TV werden die Olympischen Winterspiele bei Eurosport 2 zu sehen sein. Nach der Einigung von Discovery mit ARD und ZDF dürfen auch die öffentlich-rechtlichen Sender im Free-TV berichten. Aufgrund der Zeitverschiebung - Pyeongchang ist acht Stunden voraus - muss Eurosport sein Programm dem Tagesablauf der deutschen Zuschauer anpassen. Der Sender tut dies wie folgt: Ab etwa 1:00 Uhr nachts laufen die Live-Übertragungen mit Moderatoren und Experten aus Pyeongchang und aus dem Studio in München. Den Abschluss des Olympia-Tages bildet ein Live-Format mit Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen und Moderator Sascha Kalupke, bei dem im Deutschen Haus die deutschen Medaillengewinner gefeiert werden sollen. Die Sendung ist zeitgleich auf Eurosport 1 sowie auf TLC zu sehen. Anschließend werden bis 20.15 Uhr die Highlights des Tages zusammengefasst, ehe Eurosport zusammen mit Gästen Live im Studio in München den Olympiatag Revue passieren lässt. Ebenfalls zur Berichterstatung gehören die Kurzformate "Olympic Confessions" und "Ones to Watch", in denen Olympioniken auf ihre bedeutendsten Momente zurückblicken bzw. die kommenden Stars vorgestellt werden.

Ein großer Fokus soll auf Technologie und Innovationen liegen, wie Discovery weiter mitteilt. So soll Eurosport "die ersten voll digitalen Spiele in Europa" bieten, indem sämtliche Bilder auf allen Endgeräten wie Smartphones, Tablets oder Smart-TVs zu sehen sind. Zusätzlich kooperiert der Sender mit Snapchat, wo nutzergenerierte Inhalte und Behind-the-Scenes-Material zum Einsatz kommen sollen. Außerdem will Discovery ein Studio mit dem Arbeitstitel "Eurosport Cube" beziehen, wo etwa Augmented Reality und erweiterte Dateninfos in einer interaktiven Umgebung kombiniert werden sollen.
Eurosport nennt sich nun "Home of the Olympics"
Eurosport nennt sich nun "Home of the Olympics" (Bild: Eurosport)
"Bei Eurosport und TLC bekommen Fans ein komplett auf den deutschen Markt zugeschnittenes TV-Angebot mit der umfassendsten Live-Berichterstattung der Wettbewerbe und der Geschehnisse rund um die Olympischen Winterspiele geboten", sagt Susanne Aigner-Drews, Geschäftsführerin Discovery Networks Deutschland. "Discovery steht für großartiges Storytelling und bei Pyeongchang 2018 möchten wir eine neue Art der Sportberichterstattung schaffen, die die Zuschauer auch mit Hilfe moderner Übertragungstechniken emotional packt, und die Geschichten hinter den Olympioniken ins Rampenlicht rückt."

Über all dem schwebt noch das Damoklesschwert des Nordkoreakonfliktes. Sollten die Spannungen zwischen den USA und Nordkoreas Regime weiter zunehmen und sogar eskalieren, könnten die Olympischen Spiele ernsthaft in Gefahr sein. In einem Interview mit der "Bild" versucht Eurosport-Chef Peter Hutton die Bedenken auszuräumen: "Die Menschen in Südkorea sind da relativ entspannt, sie sind an die Krise mit dem Norden gewöhnt. Das heißt aber nicht, dass wir uns als Eurosport nicht auf Eventualitäten vorbereiten. Wir haben natürlich unsere Krisen-Pläne für den Notfall. Und das ist auch nötig mit 1000 Menschen vor Ort. Wir nehmen die Lage ernst, aber die Koreaner im Süden beruhigen uns." ire
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