Olympische Spiele Vor allem Ältere schalten ein

Donnerstag, 30. Januar 2014
Den Winterspielen in Sotschi werden gute Quoten vorausgesagt
Den Winterspielen in Sotschi werden gute Quoten vorausgesagt

Passend zum Start der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi legt Mediaplus eine Studie zum Zuschauerverhalten der Wintersportfans vor. Demnach werden 2014 vor allem über 50-Jährige einschalten, die sich am linken Rand des Sinus-Milieu-Modells bewegen, also Konservative, Traditionell-Etablierte und die Bürgerliche Mitte. Die Prognose basiert auf einer Auswertung der Zuschauer der Olympischen Winterspiele in Turin/Italien 2006 und in Vancouver/Kanada 2010. Aufgrund der Zeitverschiebung hatte Vancouver weniger Zuschauer als Turin und kam auf einen Marktanteil bei den über 14-Jährigen von 20,5 Prozent nach 23,3 Prozent vier Jahre zuvor. Im Schnitt schauten damit 2,84 Millionen Zuschauer zu, vor allem in der Late-Primetime.

Die Kernseherschaft der Olympischen Winterspiele waren 2010 über 50-Jährige. Sie standen für über 90 Prozent des Marktanteils, ihre Beteiligung sank zu keiner Zeit unter 50 Prozent. Soziodemografisch sind es vor allem besser Gebildete, besser Verdienende, die einschalten.

Bei den jüngeren und weniger verdienenden "Light"- und "Medium-Viewern" schaffte es das Großereignis dagegen nicht einmal in die Top 10. Die Light-Viewer bevorzugen RTL, während die Medium-Zuschauer Fiction auf ARD und ZDF ansehen. Die "Heavy-Viewer" sind dagegen echte Sportfans die viel ARD und ZDF sehen und eine hohe Affinität zu Sport 1 und Eurosport haben.

Für die Olympischen Winterspiele prognostiziert Mediaplus angesichts der Zeitverschiebung von plus 4 Stunden ähnlich hohe Marktanteile wie in Kanada 2010. Vor allem am Tag werden die Reichweiten auf den übertragenden Sendern ARD und ZDF erzielt, da in der Primetime kaum Spiele stattfinden. Die Reichweiten der privaten Konkurrenz werden daher wohl kaum beeinflusst. Entsprechend gibt es bei den privaten Sendern auch keine Gegenprogrammtarife. pap
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