Olympia "Zeit" und "Tagesspiegel" erscheinen mit gemeinsamem Sonderteil

Mittwoch, 11. März 2015
"Zeit" und "Tagesspiegel" beleuchten gemeinsam das Olympia-Rennen
"Zeit" und "Tagesspiegel" beleuchten gemeinsam das Olympia-Rennen
Foto: Zeit Verlag / Tagesspiegel

Berlin und Hamburg wollen sich beide um die Olympischen Spiele 2024 bewerben. Welche Stadt ins Rennen geht, entscheidet sich am 21. März. Zuvor üben zwei Zeitungen aus den konkurrierenden Metropolen jedoch den publizistischen Schulterschluss: Die Hamburger "Zeit" und der Berliner "Tagesspiegel" erscheinen am 12. März mit gemeinsamen Olympia-Sonderseiten.
Unter dem Motto "Kampf der Städte" widmen sich die Blätter auf insgesamt 10 Seiten dem Wettbewerb um die Olympia-Kandidatur. So verraten die regierenden Bürgermeister beider Städte Olaf Scholz (Hamburg) und Michael Müller (Berlin), welche Sportarten sie treiben und was das Sportliche am Regieren ist. Darüber hinaus hält Harald Martenstein, Kultur-Redakteur beim "Tagesspiegel" und gleichzeitig "Zeit"-Kolumnist, Plädoyers für beide Städte. Ein Faktencheck zu den Olympia-Bewerbungen rundet die Publikation inhaltlich ab. Das Projekt wird auf beiden Seiten jeweils von den Lokalredaktionen verantwortet und erscheint im regionalen Hamburg-Teil der "Zeit" bzw. im Berlin-Brandenburg-Teil des "Tagesspiegels". "Nichts gegen Berlin – aber wir Hamburger haben Olympia nötiger, und vermutlich würden wir auch alles pünktlich fertigkriegen", sagt "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo augenzwinkernd. Und die "Tagesspiegel"-Chefredakteure Stephan-Andreas Casdorff und Lorenz Maroldt ergänzen: "Das Stadion haben wir schon – den Rest bekommen wir auch noch hin. Und wer fährt nicht gerne nach Berlin?".
„Nichts gegen Berlin – aber wir Hamburger haben Olympia nötiger, und vermutlich würden wir auch alles pünktlich fertigkriegen.“
Giovanni di Lorenzo
Wer für Deutschland ins Olympia-Rennen gehen darf, darüber entscheidet nicht zuletzt die Bevölkerung. Am Dienstag veröffentlichte der Deutsche Olympische Sportbund ein erstes Stimmungsbild aus beiden Städten. Demzufolge sprachen sich in Hamburg 64 Prozent der Bewohner für das Sport-Großereignis aus, in der Hauptstadt lag die Zustimmung bei 55 Prozent. Jeweils 1500 Bürger waren repräsentativ befragt worden, ob sie Olympische Spiele in ihrer Stadt befürworten oder nicht. ire/mit Material von dpa
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