Olympia-Bilanz von ARD/ZDF Rekord für Beachvolleyball und Fußball

Montag, 22. August 2016
ARD und ZDF sind mit der Resonanz auf ihre Berichterstattung zufrieden
ARD und ZDF sind mit der Resonanz auf ihre Berichterstattung zufrieden
Foto: ZDF/Thomas Grimm

Mehr als 54 Millionen Menschen haben in den vergangenen 16 Tagen mindestens eine Olympia-Sendung von ARD/ZDF gesehen. Durchschnittlich verfolgten 2,91 Millionen Sportfans die umfangreiche Live-Berichterstattung.
Der Marktanteil lag im Schnitt bei 22,5 Prozent. Das ist bei den Zuschauerzahlen nach eigenen Angaben deutlich mehr als 2008 in Peking (1,89 Millionen/28,5 Prozent), aber etwas weniger als 2012 in London (3,55 Millionen/24,8 Prozent). Trotz der Zeitverschiebung von fünf Stunden sei das Zuschauerinteresse "hervorragend" gewesen, teilten die öffentlich-rechtlichen Sender am Montag mit. Den höchsten Einzelwert erzielte die ARD mit 8,55 Millionen Zuschauern beim Halbfinale der deutschen Beachvolleyball-Damen. Bei den Marktanteilen verzeichnete das Fußball-Finale der Männer zwischen Brasilien und Deutschland mit 43,6 Prozent den Rekordwert. 8,25 Millionen Fans sahen die Partie.

Der Deutsche Olympische Sportbund lobte die Arbeit von ARD und ZDF in Brasilien: "Wir können feststellen, dass die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten einmal mehr exzellent und vorbildlich gewesen ist", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann der Deutschen Presse-Agentur. "Sie haben das olympische Geschehen in Tiefe und Breite nach Deutschland transportiert. Dafür verdienen sie die 18. Goldmedaille."

Zugleich sprach sich Hörmann für ARD und ZDF als zukünftige Olympia-Sender in Deutschland aus: "Wir können nur hoffen, dass die Verhandlungspartner Discovery und ARD/ZDF eine Grundlage finden, zukünftig zusammen zu arbeiten", so Hörmann. "Für uns spricht alles dafür, dass die Öffentlich-Rechtlichen auch weiter das Produkt Olympia übertragen."

ARD und ZDF haben für die nächsten vier Spiele keine Medien-Rechte. Sie verhandeln seit Monaten mit dem US-Unternehmen Discovery/Eurosport über Sub-Lizenzen. Die Parteien können sich allerdings nicht über den Preis einigen. dpa/hor
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