Olympia 2018 Gespräche von ARD und ZDF mit Discovery könnten scheitern

Mittwoch, 03. August 2016
Discovery-Boss David Zaslav und IOC-Chef Thomas Bach nach der Vergabe der Olympia-Rechte
Discovery-Boss David Zaslav und IOC-Chef Thomas Bach nach der Vergabe der Olympia-Rechte
Foto: Discovery Networks/Christophe Moratal

Die Gespräche zwischen den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern ARD und ZDF und dem US-Medienkonzern Discovery über eine Sub-Lizenzierung des künftigen olympischen Liveprogramms nach den Rio-Spielen stehen vor dem Scheitern. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" in ihrer Mittwoch-Ausgabe (Online-Version hier).

"Nach einigen Monaten der Verhandlungen wundere ich mich aber über die grundsätzliche Zurückhaltung der öffentlich-rechtlichen Sender. Es wachsen die Zweifel, wie ausgeprägt ihr Interesse an der Olympia-Berichterstattung tatsächlich ist", sagte Jean-Briac Perrette, Chef bei Discovery für das internationale Geschäft.

Er kündigte zudem einen Alleinweg von Discovery in Deutschland an. "Wenn es zu keiner Übereinkunft kommt, dann machen wir Olympia zu 100 Prozent selbst bei Eurosport. Wir haben bereits begonnen, uns darauf vorzubereiten." ARD und ZDF zeigen im August ein Rekordprogramm aus Brasilien. Danach könnten beide Sender leer ausgehen. Die Hintergründe sind vorwiegend finanzieller Natur.
Thomas Bach
Bild: IOC/Alexander Hassenstein

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Discovery hatte sich im Sommer 2015 überraschend die TV-Rechte der Olympischen Spiele für den europäischen Markt gesichert. Der von 2018 bis 2024 geltende Kontrakt mit dem IOC gilt auch für den deutschen Markt, auf dem bisher ARD und ZDF übertragen. dpa

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