OWM-Thesenpapier BVDW-Präsident Ehrlich fordert Kunden zum "Aufrüsten" auf

Mittwoch, 18. September 2013
BVDW-Präsident Matthias Ehrlich
BVDW-Präsident Matthias Ehrlich

Es war schon eine Leistung: Kein einziges Mal fiel in der Opening Debate der Dmexco der Name OWM. Dabei hat das Thesenpapier, das die Organisation Werbungtreibende im Markenverband gestern veröffentlicht hat, für ordentlich Furore in der Branche gesorgt. Matthias Ehrlich, Präsident des Bundeverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) fand denn trotzdem die Gelegenheit für harte Worte in Richtung Kunden. "Die Werbungtreibenden müssen aufrüsten", forderte er vor rund 250 Zuhörern in der Debate Hall auf der Dmexco, darunter unter anderen Uwe Storch, Mediachef von Ferrero. Online schaffe bereits viel Transparenz, so Ehrlich. "Die Branche steckt viel von dem Geld, das sie verdient, in Nachweise", so Ehrlich. Der OWM hatte unter anderem kritisiert, dass es zu wenig Wirkungsnachweise gibt und zu wenig Aussagen darüber, welche Werbung wirklich bei den Nutzern ausgespielt wird. Agenturen und Vermarkter müssten hier liefern, so die Forderung. "Die Werbungtreibenden ersaufen manchmal in der Auswahl, die sie haben", konterte Ehrlich. "Wenn man ständig mehr Transparenz fordert und es auch mehr gibt und doch geklagt wird, dass man noch mehr braucht, dann zeigt das eine Überforderung", so Ehrlich.

Auch für die Mediaagenturen bricht der BVDW-Präsident eine Lanze. Diese würden nicht richtig bezahlt. In den vergangenen Jahren haben viele Werbungtreibende immer mehr Aufgaben an die Dienstleister delegiert und das Know-how im eigenen Haus abgebaut.

Damit ist die Debatte um die Wirkung von Online-Werbung voll im Gange: Gegenüber HORIZONT.NET hat bereits Paul Mudter, Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises OVK, zu den Thesen der OWM Stellung bezogen. pap
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