OVK-Prognose Displaywerbung wächst weiter auf 1,7 Milliarden Euro

Mittwoch, 16. September 2015
OVK-Vorsitzender Paul Mudter ist "sehr zufrieden" mit dem Online-Werbemarkt
OVK-Vorsitzender Paul Mudter ist "sehr zufrieden" mit dem Online-Werbemarkt
Foto: OVK

Gute Nachrichten zum Start der Dmexco. Der OVK bestätigt im aktuellen "OVK Online-Report 2015/2" seine Wachstumsprognose und rechnet für dieses Jahr mit einem Plus von 6,5 Prozent. Der erwartete Nettowerbeumsatz würde damit auf rund 1,7 Milliarden Euro klettern.
"Treiber sind Mobile und Video", sagt Paul Mudter, der Vorsitzende des OVK im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). "Sie wachsen überproportional." Doch auch die klassische Displayvermarktung verzeichnet laut Mudter – allen Unkenrufen zum Trotz – noch ein Plus, wenn auch ein geringeres als Mobile und Bewegtbild, die zweistellig zulegen können. Der Nettowerbeumsatz, der in mobile Displaywerbung fließt, wird von 134 Millionen 2014 auf 201 Millionen Euro steigen. "2015 ist außerordentlich wachstumsstark", sagt Oliver von Wersch, ein
Sprecher des OVK und hauptberuflich Geschäftsführer bei G+J EMS. Schon 2014 konnte Mobile um die Hälfte zulegen.

Dass das Volumen auch in diesem Jahr in ähnlicher Höhe steigt, zeigt, dass die mobile Werbung im Markt angekommen ist. Von Wersch: "Die Monetarisierungslücke schließt sich weiter." In den vergangenen Jahren hat Mobile stets darunter gelitten, dass die Nutzung zwar rapide angestiegen ist, die Werberlöse aber nur in deutlich geringerem Umfang zulegen konnten. Diese Differenz wird inzwischen geringer.

Auch Bewegtbild schreibt seine Wachstumsgeschichte 2015 fort. Im Gegensatz zu Mobile weist der OVK die Ausgaben, die dorthin fließen, jedoch nicht separat in seinem "Online-Report" aus. Die Steigerungsraten sind aber laut OVK ebenfalls "klar im zweistelligen Prozentbereich". "Auch der programmatische Handel stimuliert den Markt", sagt Mudter, hauptamtlich Geschäftsleiter Operations bei IP Deutschland.

Insgesamt sieht Mudter Online bezogen auf den Umsatz nun "auf Augenhöhe mit TV". Sortiert man die Ausgaben für Displaywerbung und Suchwortvermarktung in die Statistik des  Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) ein, so kommt Digital bereits auf einen Marktanteil von 27,6 Prozent vom Nettowerbekuchen und liegt damit direkt hinter TV mit 28,6 Prozent. Display allein ist danach mit 11 Prozent Marktanteil bereits das drittstärkste Medium hinter TV und Tageszeitungen vor den Publikumszeitschriften. "Die Bedeutung von Digital wächst weiter", so Mudter. pap

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