OVK Online-Report OVK korrigiert Prognose für 2014 nach unten

Mittwoch, 10. September 2014
Spürte im 1. Halbjahr "eine gewisse Zurückhaltung": OVK-Vorsitzender Paul Mudter
Spürte im 1. Halbjahr "eine gewisse Zurückhaltung": OVK-Vorsitzender Paul Mudter
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Die Qualitätsdiskussion über Displaywerbung hinterlässt Spuren: Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW muss seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr nach unten korrigieren. Trotzdem wächst Online-Werbung nach wie vor stärker als der Gesamtmarkt. Mit einem Gesamtvolumen von voraussichtlich 1,4 Milliarden Euro erreicht Onlinewerbung erstmals einen Anteil am Gesamtwerbemarkt von über 25 Prozent. Das geht aus dem heute auf der Dmexco vorgestellten OVK Online-Report hervor.
Im Vergleich zu seiner Frühjahrsprognose hat der OVK seine Wachstumerwartung leicht nach unten korrigiert und geht für das laufende Jahr nun von einem Wachstum von 6,8 Prozent aus. Bislang war der Vermarkterkreis von einem Wachstum von über 8 Prozent ausgegangen. Insgesamt rechnet der OVK für die Segmente Online und Mobile mit Werbeinvestitionen von insgesamt 1,409 Milliarden Euro netto. "Im ersten Halbjahr 2014 war im Hinblick auf die klassische Display-Werbung eine gewisse Zurückhaltung im Markt spürbar", erklärt Paul Mudter, Vorsitzender des OVK. "Für die zweite Jahreshälfte können wir aber schon jetzt wieder einen deutlichen Anstieg der Nachfrage verzeichnen, so dass wir das ursprünglich erwartete Wachstum zwar nicht ganz erreichen werden, aber ein gerade mit Blick auf die anderen Medien doch zufriedenstellendes Marktergebnis erzielen können." Vor allem die anhaltenden Qualitätsdiskussionen über Themen wie Viewability hätten auf Kundenseite zu Zurückhaltung geführt. Für das zweite Halbjahr sei aber bereits wieder eine "deutlich höhere Investitionsbereitschaft" zu erkennen, so Mudter weiter. Hier würden sich die "erheblichen Investitionen" der Vermarkter in Qualitätsstandards, Programmatic Advertsising und Leistungsnachweise bezahlt machen.
Die Wachstumsprognose des OVK für 2014
Die Wachstumsprognose des OVK für 2014 (Bild: Grafik: OVK)
Wachstumstreiber sind die Bereiche Bewegtbildwerbung mit "deutlich zweistelligen Wachstumsraten" und mobile Displaywerbung mit einem Wachstum von 65 Prozent. Mobile wird in diesem Jahr mit einem Nettovolumen von voraussichtlich 107 Millionen Euro erstmals die Marke von 100 Millionen Euro knacken.

"Mobile schreibt die hohen Wachstumsraten der letzten Jahre fort und wird auch in den kommenden Jahren signifikant wachsen und seinen Anteil am Media-Mix und den Werbeumsätzen ausbauen", erläutert Oliver von Wersch, Unitleiter Mobile Advertising im OVK. "Ein Großteil der digitalen Kampagnen hat inzwischen einen festen mobilen Bestandteil, und Mobile Display Advertising wird für die werbungtreibende Industrie ein immer wichtigerer Wirtschafts- und Wettbewerbsfaktor."

Insgesamt erreichen die Netto-Werbeinvestitionen in Online-Werbung (Display-Werbung Online und Mobile sowie Suchwortvermarktung) nach den Zahlen der OVK inzwischen einen Anteil von 25,5 Prozent an den gesamten Werbeausgaben. Größter Werbeträger bleibt das Fernsehen mit einem Anteil von 28,4 Prozent, Tageszeitungen (20,2 Prozent) und Publikumszeitschriften (8,5 Prozent) müssen sich in punkto Marktvolumen der Onlinewerbung bereits deutlich geschlagen geben. dh
Die Wachstumsprognose für den Bereich Mobile
Die Wachstumsprognose für den Bereich Mobile (Bild: Grafik: OVK)

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