OC&C-Studie Medien verstärken Diversifikation – aber nicht alle

Freitag, 28. Oktober 2016
Michael Rzesnitzek
Michael Rzesnitzek
Foto: dfv

Nach einer Phase der Zurückhaltung verstärken die Medienhäuser ihre digitale Diversifizierung. So investieren sie 2016 wieder vermehrt in nicht-markenbezogene Onlineaktivitäten jenseits ihrer Publishing-Angebote. Vor allem bezahlte serviceorientierte B2B- und B2C-Geschäftsmodelle sind angesagt. Dies ergibt eine Studie der Hamburger Unternehmensberatung OC&C.

Anzahl nicht-markenbezogener Onlineaktivitäten ausgewählter Medienhäuser

Quelle: (OC&C)
So stieg die Anzahl der Aktivitäten gegenüber 2015 um 9 Prozent (Vorjahr: 4 Prozent). Insgesamt, inklusive der 2015 neu aufgenommenen Unternehmen Ströer, Funke Mediengruppe und „Rheinische Post“, nahm die Anzahl der Onlineaktivitäten 2016 sogar um 13 Prozent auf jetzt 434 Beteiligungen zu – getrieben allerdings vor allem durch ohnehin schon agile Häuser. „Es öffnet sich eine Schere zwischen den Unternehmen, die aktiv ihre digitalen Kompetenzen ausbauen, und denen, die weiter auf digitale Chancen warten“, sagt OC&C-Partner Michael Rzesnitzek diplomatisch.
(Bild: dfv)
Und die aktiven Player investieren immer häufiger in Start-ups: Inkubatoren tragen mittlerweile genauso viel zum diesjährigen Nettowachstum bei wie direkte strategische Investitionen, stellen die Studienautoren fest. „Das frühzeitige Aufbauen professioneller Investitionsvehikel erleichtert den Ausbau der Onlineaktivitäten, insbesondere da große, offensichtliche Opportunitäten seltener werden“, so die Untersuchung.

Das heißt: Gute Gelegenheiten für große Investitionen werden weiter abnehmen. Was das für die Medienhäuser bedeutet, das lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 43/2016 vom 27. Oktober. rp 
(Bild: dfv)

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