Notify Das kann Facebooks neue Nachrichten-App

Donnerstag, 12. November 2015
Notify sendet neue Inhalte per Push-Nachricht auf den Sperrbildschirm
Notify sendet neue Inhalte per Push-Nachricht auf den Sperrbildschirm
Foto: Facebook

Facebook hat seine bereits seit längerem erwartete Nachrichten-App Notify offiziell vorgestellt. Mit der Anwendung, die zunächst nur in den USA und nur für iOS verfügbar ist, können Nutzer Nachrichten ausgewählter Partner abonnieren und an ihre Interessen anpassen.
Die beteiligten Medienpartner, zu denen zum Start namhafte Titel wie die "New York Times" und die "Washington Post" sowie TV-Sender wie CNN und Fox gehören, posten ihre Updates in so genannten Stations - also themenbezogenen Rubriken. Fox Sports etwa unterhält die Station "Final Scores", wo die Endergebnisse von Basketball- oder Football-Partien veröffentlicht werden. CNN bietet in seiner Station Breaking News an. Die Notify-Nutzer können sich ihren persönlichen Nachrichtenmix zu ausgewählten Themen und Regionen von bestimmten Medien anzeigen lassen. Außerdem schlägt die App Inhalte basierend auf den im Facebok-Profil angegebenen Interessen vor. Auf neue Inhalte macht Notify per Push-Notification aufmerksam, die direkt im Sperrbildschirm des Smartphones angezeigt wird. Der Nutzer hat dann die Möglichkeit, eine Geschichte zu löschen, gleich zu lesen oder für spätere Lektüre zu speichern. Zudem lassen sich Notify-Geschichten per Textnachricht, E-Mail, Facebook oder andere soziale Netzwerke mit Freunden teilen.
Zum Start der App hat Facebook gut 70 Nachrichtenquellen als Partner verpflichtet. Alle Partner-Unternehmen lassen sich unter notify.co einsehen. Laut Facebook plane man, die Liste noch weiter wachsen zu lassen. Auch eine Android-App soll in der Mache sein. Ob und wann Notify auch in anderen Märkten ausgerollt wird, dürfte vom Erfolg der App in den USA abhängen.

Notify ist ein weiterer Schritt von Facebook, um die Nutzer länger auf der eigenen Plattform zu halten und enger an das Netzwerk zu binden. In die gleiche Richtung ging bereits das Angebot Instant Articles, bei dem Medienhäuser ihre Inhalte direkt auf der Facebook-Plattform hochladen. Diese Artikel laden deutlich schneller, als wenn der Nutzer auf eine externe Website geleitet würde.

Auch andere Internet- und Technologie-Unternehmen arbeiten an eigenen News-Diensten oder haben bereits welche:

- Apple betreibt mit "Apple News" bereits einen Nachrichten-Aggregator für Geräte des Konzerns

- LinkedIn unterhält mit Pulse eine Plattform für prominente Autoren

- Google ging kürzlich auf Verlage zu und rief Mobile-Pages mit deutlich schnelleren Ladezeiten ins Leben

- Snapchat startete zu Beginn des Jahres 2015 das Feature "Discover"

- Twitter stellte vor Kurzem das Feature Moments vor, bei dem Tweets, Fotos und Videos zu aktuellen Ereignissen gebündelt werden sollen - teilweise von Hand. Der 140-Zeichen-Dienst arbeitet dafür ebenfalls mit namhaften Medienunternehmen zusammen.

- Xing bietet News-Angeboten die Möglichkeit, ein eigenes Profil bei dem Business-Netzwerk anzulegen und mit eigenen Inhalten zu füllen ire
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