"Nicht akzeptabel" OMG-Chef Schulz kritisiert Adblocker

Donnerstag, 24. März 2016
 OMG-Geschäftsführer Klaus-Peter Schulz
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Klaus-Peter Schulz Adblocker Eyeo


Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer der Organisation der Mediaagenturen (OMG), sieht das Thema Adblocking als zentral für Agenturen an und wehrt sich gegen den Eindruck, es sei vor allem ein Problem der Vermarkter.

"Wir ignorieren Adblocking nicht, sondern diskutieren intensiv darüber, welche Kreation funktioniert und wann und für wen sie medial auszuspielen ist. Diese Gedanken muss sich jede Agentur und jeder Werbungtreibende machen", sagt er im Gespräch mit HORIZONT Online. Vor allem bei Werbung auf Smartphones müsse sensibel vorgegangen werden.

Der Anteil der Nutzer, die einen Adblocker eingeschaltet haben und damit Werbung ausblenden, steigt stetig. Auf besonders technikaffinen Websites werden schon 60 bis 70 Prozent des Inventars geblockt. Auch Nachrichtensites haben einen hohen Anteil. Schulz kritisiert zudem deutlich das Geschäftsmodell von Adblocker-Betreibern wie Eyeo, die Werbung mitunter ausspielen, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllt. Größere Publisher müssen allerdings außerdem dafür zahlen, dass die Ads gezeigt werden. "Es ist für uns nicht akzeptabel, wenn Trittbrettfahrer wie Eyeo dem Nutzer vorschreiben, welche Werbung er sieht und welche nicht." pap

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