Neues G+J-Männermagazin "No Sports" schlägt verfrüht mit Boris Becker auf

Freitag, 17. Juni 2016
Foto: G+J / Pimpl

Immer wieder Bum Bum! Mit dieser Zeile samt einer Titelgeschichte über Boris Becker und das "Comeback des größten deutschen Sportlers des 20. Jahrhunderts" wird das Premierenheft von "No Sports" am Freitag kommender Woche am Kiosk aufschlagen. Eigentlich will Gruner + Jahr das Cover noch gar nicht zeigen – legt aber in seiner Werbung einen Frühstart hin.

In der gerade erschienenen Juli-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "Capital" ist offensichtlich etwas voreilig eine Eigenanzeige für "No Sports" zu sehen, die nicht nur die Titelstory und weitere personalisierte Heftgeschichten etwa über Radrennen ("Marcel Kittel träumt von den Champs-Élysées"), Darts, Tischtennis ("Jörg Roßkopf erklärt den Aufschlag") und Golf ("Bernhard Langer golft immer noch") offenbart. Sondern auch das bisher unbekannte Titellogo zeigt und die Art der Einbindung des Muttermagazins: Oben links in der Ecke erfährt der potenzielle Käufer, "No Sports" sei "ein Freund von '11 Freunde'".

Und das Cover sonst so? Plakativ, aber dank der Pastelltöne nicht grell. Von der Anmutung eher Retro, dank der Schrifttypen dennoch modern. Das Bild wirkt so, als hätte der US-Maler Edward Hopper eine Tennisplatz-Szene mit Trainer Boris Becker und seinem Schützling Novak Djokovic eingefroren. Ein Cover, gleichsam Coffeetable- wie Bierbank-tauglich.
(Bild: G+J / Pimpl)
Auch der Werbeclaim geht aus der Eigenanzeige in "Capital" hervor: "Jeder Sport ist großer Sport". Denn darum geht es im neuen Männermagazin von G+J – außer um Fußball, denn dafür hat man ja das Monatsheft "11 Freunde". Und daher der augenzwinkernde Name "No Sports", nach dem Winston Churchill zugeschriebenen Zitat. Über Fakten, Ausrichtung und Pläne mit dem neuen Heft hatte HORIZONT bereits im Mai berichtet.

Jetzt müssen nur noch die "Capital"-Leser und die Pressehändler Sportsgeist beweisen. Denn wer mit der Eigenanzeige ("Jetzt am Kiosk") in diesen Tagen in den Handel sprintet und nach dem Heft verlangt, wird mangels Erhältlichkeit möglicherweise dort eine Reaktion erfahren, die man früher auch von Interviews des größten deutschen Sportlers des 20. Jahrhunderts kannte: "Äähh …". rp

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