Neuer Sender Sky 1 startet am 3. November - mit der ersten selbst produzierten TV-Show in Deutschland

Dienstag, 20. September 2016
Mit "Masterchef" startet Sky seine erste selbst produzierte Show in Deuschland
Mit "Masterchef" startet Sky seine erste selbst produzierte Show in Deuschland
Foto: Sky

Der Termin steht fest: Am 3. November schickt Sky den dritten eigenen Sender in diesem Jahr on Air. Anders als der Kulturkanal Sky Arts und das Familienprogramm Sky Cinema Family soll Sky 1 breit positioniert werden und 20- bis 59-Jährige Frauen und Männer adressieren. Das wichtigste Format zum Start wird die Kochshow "Masterchef", die bereits erfolgreich weltweit läuft. In der deutschen Adaption suchen die Köche Ralf Zacherl, Sybille Schönberger und Sommelier Justin Leone aus 120 Bewerbern den besten aus. Die Sendung wird immer montags in der Primetime laufen.

An den übrigen Wochentagen ist die Primetime wie folgt strukturiert: Dienstags laufen auf Sky 1 Dramaserien wie "Madame Secretary", mittwochs ist der Crime-Abend, an dem zum Beispiel "The Tunnel" ausgestrahlt wird. Am Donnerstag ist Action angesagt, zum Start läuft dort die 11. Staffel von "Supernatural" und die Miniserie "Madoff". Der Freitag steht im Zeichen von Comedy. Auch hier wird Platz für eigenproduzierte Formate sein. 

Eigenproduktionen im Show- und Serienbereich sind für Sky Deutschland ein Novum. Im Serienbereich laufen derzeit die Arbeiten für "Babylon Berlin" und "Das Boot". Insgesamt sollen in den nächsten vier Jahren acht eigene Serien auf die Sender kommen. 

Mit Sky 1 wird der Pay-TV-Anbieter das Angebot im Bereich Entertainment weiter stärken. Nachdem jahrelang vor allem der Sport im Fokus stand, ändert sich dies nun spürbar. Sky will in den kommenden Jahren bei den Abonnentenzahlen von derzeit rund 4,6 Millionen noch einmal deutlich zulegen und adressiert dazu nun auch viele Zielgruppen abseits des Sports mit Themen.

Sky 1 soll das neue Flaggschiff werden. "Ich halte es für richtig, wichtig und den Zeitpunkt für den Start von Sky 1 für gut gewählt", sagte Marcus Ammon, Film- und Entertainmentchef von Sky Deutschland, bei der Programmvorstellung in München. Der Sender ist Teil des Starterpakets, wird auf Platz 1 programmiert und auf allen Plattformen verfügbar sein. Das Programm wird auch digital abrufbar sein über Sky on Demand, Sky Go und auch Sky Ticket. Über Sky Ticket können bislang Bundesligaspiele Tage- oder Wochenweise gekauft werden. 

Sky arbeitet im Moment auf Hochtouren am Aufbau neuer Angebote. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Unternehmen hierzulande erstmals mehr als 2 Milliarden Euro Umsatz gemacht und nach Jahren erstmals ein positives operatives Ergebnis vorgelegt. Von einem Jahresgewinn dürfte der Konzern aber immer noch entfernt sein. Zwar hat das Unternehmen sich gerade erneut die Bundesliga-Rechte gesichert, doch die Preise steigen massiv an. Im Schnitt muss Sky ab der Saison 2017/18 rund  878 Millionen Euro pro Saison zahlen. Das ist deutlich mehr als zuvor - in der noch laufenden Periode lagen sie im Durchschnitt bei 486 Millionen Euro. Um die Kosten zu refinanzieren, muss Sky schnell weiter wachsen.

In den vergangenen Jahren hat der Pay-TV-Sender bei den Abonnentenzahlen stetiges Wachstum vorgelegt, jedoch auch immer wieder stark investiert. Auch die Werbefinanzierung spielt bei der Profitabilität eine wichtige Rolle. Zum Jahreswechsel wird der Nachrichtensender Sky Sport News HD vom Pay-TV ins Free-TV wechseln und könnte dem Vermarkter Sky Media dann noch mehr Geld in die Kassen spülen. Im Geschäftsjahr 2015/16 erzielte Sky Media rund 69 Millionen Euro Umsatz.  pap

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