Neuer Algorithmus Facebook rankt mit Werbung überladene Websites herunter

Donnerstag, 11. Mai 2017
Facebook optimiert seinen Newsfeed
Facebook optimiert seinen Newsfeed
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Facebook geht weiter gegen fragwürdige Inhalte in seinem Newsfeed vor. Ab sofort sollen Links auf zweifelhafte Websites, die vor allem aus Werbung bestehen, möglichst vermieden werden. Dafür analysiert das soziale Netzwerk erstmals auch die Inhalte der verlinkten Seiten. 
Mit dem jüngsten Update seines Algorithmus will Facebook Links auf Websites unterdrücken, die vor allem aus disruptiver, schockierender und sexuell konnotierter Werbung bestehen, gab Facebook-Produktmanager Greg Marra am Mittwoch in einem Blogeintrag bekannt. Facebook geht bereits seit geraumer Zeit gegen Clickbaiting vor. So wurde der Newsfeed im vergangenem Jahr einem Update unterzogen, um gezielt aufmerksamkeitsheischende Überschriften herauszufiltern. Überschriften werden seitdem daraufhin analysiert, ob sie Informationen vorenthalten, die für das Verständnis des Inhalts erforderlich sind, und ob sie dazu geeignet sind, beim Nutzer überzogene Erwartungen zu wecken. Zudem werden Formulierungen herausgefiltert, die häufig für Clickbait verwendet werden - so wie ein Spam-Filter bei einem E-Mail-Programm. 

Nun geht Facebook allerdings noch einen Schritt weiter. Mit dem neuen Update werden nicht nur die Überschriften, sondern auch die Inhalte der dazugehörigen Webites analysiert. Mit Werbung überladene Seiten sollen so noch konsequenter aus dem Newsfeed herausgefiltert werden. Außerdem können solche Links nicht mehr promoted werden. 

Facebook hat seine Gangart gegen fragwürdige Inhalte in den vergangenen Monaten deutlich verschärft. Neben der weiteren Optimierung des Newsfees geht das Unternehmen auch verstärkt gegen Falschnachrichten vor. dh
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