Zusätzliche Buchungsmöglichkeiten Facebook rechnet Videos nur bei aktiviertem Sound ab

Montag, 13. Februar 2017
Facebook gibt Werbekunden mehr Möglichkeiten bei der Buchung von Videokampagnen
Facebook gibt Werbekunden mehr Möglichkeiten bei der Buchung von Videokampagnen
Foto: Facebook
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Facebook Werbungtreibende Anzeige Buchung MRC


Facebook stattet Werbungtreibende mit weiteren Möglichkeiten bei der Buchung von Anzeigen aus. So können Kunden künftig auch Videowerbung buchen, für die sie nur dann bezahlen, wenn der Nutzer den Ton eingeschaltet hatte.
Dies war eine der am häufigsten in der Branche geäußerten Forderungen gegenüber Facebook, wo Videos im Newsfeed zwar automatisch, aber ohne Ton laufen. Bislang wurde Werbungtreibenden deswegen nahegelegt, ihre Videos zu untertiteln oder so zu gestalten, dass sie auch ohne Ton funktionieren. Dass Werbekunden nun diese neue Buchungsoption bekommen, ist laut "Adage" auch eine Reaktion auf Snapchat, wo angeblich 70 Prozent aller Videos mit Sound abgespielt werden. Zwei weitere Buchungsoptionen sollen in diesem Jahr hinzukommen, wie es in einem offiziellen Blogpost heißt. So sollen Werbekunden erst dann bezahlen müssen, wenn ihr Video bis zum Ende gesehen wurde. Das soll allerdings nur für Videos bis zu einer Länge von 10 Sekunden gelten. Dies dürfte vor allem ein Angebot an jene Marketer sein, die den Facebook-Standard-View von 3 Sekunden Länge für nicht ausreichend halten. Drittens will Facebook seinen Kunden einen Buchungsstandard des Media Rating Council (MRC) anbieten. Dabei wird erst bei einer Sehdauer von zwei Sekunden, in denen mindestens 50 Prozent der Pixel sichtbar waren, abgerechnet.
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Bild: Facebook

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Mit dem MRC, das als anerkanntester Datenverifizierer für die Onlinemarketing-Branche in den USA gilt, hat Facebook außerdem vereinbart, die Genauigkeit der den Werbungtreibenden zur Verfügung gestellten Daten überprüfen zu lassen. Auch darüber hinaus will das Social Network bei der Verifizierung von Kennzahlen weiter nachlegen: So soll bis auf die Millisekunde belegt werden, wie lange ein Nutzer eine Werbung gesehen hat. Letzteres dürfte insbesondere eine weitere Reaktion auf die lange Zeit fehlerhaft ausgewiesene Sehdauer von Videos sein. Das Bekanntwerden dieses Fehlers hatte im vergangenen Jahr zu heftiger Kritik aus der Branche an Facebook geführt. ire
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