Netflix-Serie "House of Cards"-Crew wird noch zwei Wochen bezahlt

Montag, 27. November 2017
Kevin Spacey als US-Präsident Frank Underwood in "House of Cards"
Kevin Spacey als US-Präsident Frank Underwood in "House of Cards"
© David Giesbrecht / Netflix

Die Entscheidung über die Produktion der sechsten "House of Cards"-Staffel ist offenbar immer noch nicht gefallen. Nach Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen US-Schauspieler Kevin Spacey sollen die Mitarbeiter der auf Eis gelegten Politserie zunächst noch zwei Wochen bezahlt werden. Bis 8. Dezember will die Produktionsfirma Media Rights Capital die 250 bis 300 Betroffenen dann darüber informieren, ob und wenn ja, wie es mit der Arbeit an der kommenden sechsten Staffel weitergehen soll. Das berichtete die "Baltimore Sun" am Sonntag unter Berufung auf eine E-Mail an die Mitarbeiter.

Spacey spielte in "House of Cards" den rücksichtslosen US-Präsidenten Frank Underwood. Der Streamingdienst Netflix, bei dem "House of Cards" zu sehen ist, hatte im Zuge der Vorwürfe die Zusammenarbeit mit Spacey aufgekündigt.

"Die vergangenen zwei Monate haben uns alle auf Weisen getestet und strapaziert, die keiner von uns hätte vorhersehen können", zitiert die "Baltimore Sun" aus dem Schreiben. Die Produktion der Serie sei "größer als nur eine Person". Die Mitarbeiter bezeichnete das Unternehmen in der E-Mail als "eine der talentiertesten Besetzungen und Crews in diesem Geschäft". Die Serie wurde bisher im Raum Baltimore (Maryland) gedreht.
Kevin Spacey Frank Underwood House of Cards
© David Giesbrecht / Netflix

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