Native Advertising Die urkomische Kritik von US-Talkmaster John Oliver

Dienstag, 05. August 2014
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Native Advertising ist mittlerweile mehr als nur ein Buzzword in der Werbebranche. Dass das Trendthema jetzt auch im Mainstream angekommen ist, beweist die rund elfminütige Betrachtung in der amerikanischen Late-Night-Show "Last Week Tonight with John Oliver" - und Moderator Oliver lässt dabei definitiv kein gutes Haar an der Werbeform.
In der Hauptsache geht es dem 37-Jährigen um die durch Native Advertising aufgehobene Trennung zwischen der redaktionellen und geschäftlichen Seite in den Medien - die das besonders in den USA extrem beliebte Portal "Buzzfeed" wie kaum ein anderes vorlebt. Denn Werbebotschaften werden bei "Buzzfeed" nicht einfach nur als gesponserte redaktionelle Beiträge ausgegeben. So genannte "Integrated Stories" machen auch die gesamte Vermarktungsstrategie des Dienstes aus.

Im Laufe der äußerst unterhaltsamen elf Minuten nimmt Oliver dazu das "Time Magazine", "The Atlantic" und die "New York Times" aufs Korn, die es "Buzzfeed" in Sachen Native Advertising gleichtun wollen, sich in ihren Bemühungen aber nicht immer glücklich anstellen. Der Clip, der auf Youtube seit Sonntagnacht schon mehr als 700.000 Mal angesehen wurde, endet schließlich mit einem grandiosen - und natürlich gefakten - Diet-Coke-Spot.

Übrigens ist der thematische Exkurs des Moderators mitsamt seiner Kritik durchaus glaubwürdig: Schließlich läuft "Last Week Tonight with John Oliver" auf dem werbefreien Pay-TV-Sender HBO. tt
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