"Naked is normal" US-"Playboy" zeigt wieder nackte Tatsachen

Dienstag, 14. Februar 2017
Die März/April-Ausgabe des "Playboy"
Die März/April-Ausgabe des "Playboy"
© Playboy

Back to the Roots: Die US-Ausgabe des "Playboy" kehrt zu ihren Wurzeln zurück und präsentiert ab sofort wieder unbekleidete Frauen. Seit etwa einem Jahr hatte das Männermagazin keine komplett nackten Frauen mehr gezeigt.
Der "Playboy" sollte "sauberer und moderner" werden, begründete das Magazin die Entscheidung im Oktober 2015. Die Zeiten hätten sich geändert, den Kampf darum, unbekleidete Körper abbilden zu dürfen und Nacktheit gesellschaftsfähig zu machen, habe der "Playboy" schon lange gewonnen, hieß es damals. Seit dem vergangenen Frühjahr hatte der US-"Playboy" auf nackte Tatsachen verzichtet.
Nach nicht einmal einem Jahr erfolgt nun die nächste Kehrtwende. "Ich wäre der erste, der zugibt, dass die Art und Weise, in der das Magazin Nacktheit darstellte, altbacken war, aber es war ein Fehler, sie komplett zu verbannen", gab der neue Chief Creative Officer des "Playboy", Cooper Hefner am Montag per Twitter bekannt. "Nackheit war nie das Problem, weil Nackheit kein Problem darstellt", so der Sohn von "Playboy"-Gründer Hugh Hefner. Man hole sich nun seine Identität zurück.

Auf dem vorab veröffentlichten Cover der Ausgabe März/April ist wieder ein nacktes Model zu sehen - die Brust wird lediglich von der Schlagzeile "Naked is normal" verdeckt. Im Internet stößt die Ankündigung auf Zustimmung: Der Tweet mit dem neuen Cover wurde bislang 2100 mal geliked.

Auch der Chefredakteur der deutschen Ausgabe begrüßt die Entscheidung: "Es wäre für uns nie in Frage gekommen, 'Playboy' um seinen Markenkern zu bringen. 'Playboy' ist und bleibt nackt", so Florian Boitin. "Wir haben die Art der erotischen Inszenierung zeitgemäß weiterentwickelt und dem veränderten Männerbild angepasst, ebenso den Claim: Aus 'Alles was Männern Spaß macht', wurde 'Alles was Männer lieben'. Und wir sind überzeugt: Dazu gehört insbesondere die hochwertige Darstellung nackter Tatsachen. Enthüllungsjournalismus also von seiner schönsten Seite." dh
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