Nachwuchsförderung Emanuel Bayer und Frederik Schröder sind die Preisträger der HORIZONT-Stiftung

Donnerstag, 10. Dezember 2015
Emanuel Bayer und Frederik Schröder sind die Preisträger der HORIZONT-Stiftung
Emanuel Bayer und Frederik Schröder sind die Preisträger der HORIZONT-Stiftung
Foto: Frederik Schöder/Emanuel Bayer

Frederik Schröder und Emanuel Bayer haben sich im Rennen um ein Stipendiums beziehungsweise einen Förderpreis der HORIZONT-Stiftung durchgesetzt. Die beiden Preisträger können sich nicht nur über die Auszeichnung freuen, die ihnen im Zuge der feierlichen Preisverleihung der HORIZONT Awards am 20. Januar 2016 übergeben wird. Sie erhalten zudem jeweils ein Preisgeld von 10.000 Euro. Der Stiftungsrat hatte bei seiner alljährlichen Sitzung im November beschlossen, das Preisgeld anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Stiftung zu erhöhen. Im vergangenen Jahr haben die Preisträger jeweils 5000 Euro erhalten.

„Ich habe mich unglaublich gefreut, das erleichtert mir mein zweites Studium sehr“, bedankt sich der Stipendiat Schröder, der sein Preisgeld für Semesterbeitrag und Lebensunterhalt nutzen wird. Auch Bayer kann die „tolle Unterstützung“ gut gebrauchen – schließlich sitzen seine Forschungspartner, mit denen er an verschiedenen wissenschaftlichen Artikeln arbeitet, in den USA. In diese Kooperation will er sein Preisgeld investieren.

Die Jury belohnt das „außergewöhnliche Engagement der beiden Preisträger, das Theorie und Praxis ihn hohem Maße verknüpft.“ Bayer wird für seine Doktorarbeit „Why Investors and Analysts should care about Customer Metrics and Marketing Managers about Firm Values“ ausgezeichnet, die aus vier einzelnen Artikeln besteht. Der 28-Jährige hat sie am Lehrstuhl für BWL, insbesondere E-Commerce, der Goethe-Universität Frankfurt bei Professor Bernd Skiera erstellt. Dort ist er parallel zu seinem Vollzeit-Job als Consultant bei der Commerzbank als externer Postdoktorand tätig.

Studium und Job bringt auch Schröder unter einen Hut. Der 22-Jährige hat diesen Herbst sein zweites Bachelor-Studium „Mensch-Computer-Interaktion“ an der Universität Hamburg aufgenommen. Die Stiftungsratsmitglieder hat er mit seiner ersten Bachelor-Arbeit überzeugt. Er widmet sich darin der „Erfolgskontrolle von Onlineaktivitäten am Beispiel des Südwestrundfunks“. Mit der Arbeit konnte Schröder sein BWL-Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Stuttgart mit einer glatten Eins abschließen. Und das, obwohl er gleichzeitig ein Start-up gründete, das er trotz zweitem Studium weiterführen wird.

Beide Gewinner haben, was die Jury sucht: „Interessante Charaktere, die Potenzial mitbringen. Mutige Menschen, die eine erkennbare Passion verfolgen – gerne mit einer Vita jenseits des Mainstreams“, wie Stiftungsratsmitglied und FAZ-Geschäftsführer Thomas Lindner formuliert. ems

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