Nachrichtenwebsites Mehr Klicks dank Facebook

Dienstag, 22. Oktober 2013
Der "Stern" steigerte seinen "Referral Traffic" auf Facebook um über 500 Prozent
Der "Stern" steigerte seinen "Referral Traffic" auf Facebook um über 500 Prozent


Wer bei Facebook die Fanpages großer Nachrichtenwebsites abonniert hat, wird schon lange gemerkt haben: Die Plattform ist ein unverzichtbarer Kanal geworden, um den eigenen Artikeln eine höhere Reichweite zu bescheren. Wie stark Medienseiten wirklich von Facebook profitieren können, legt das soziale Netzwerk nun anhand von Angeboten wie stern.de und sueddeutsche.de dar - und gibt gleichzeitig einige Tipps, wie News-Websites dank Facebook am besten wachsen können. "News- und Medienwebseiten können noch stärker von Facebook profitieren, indem sie die Anzahl ihrer Facebook-Posts pro Tag steigern", sagt Heiko Hebig, Partnership Manager von Facebook. "Insbesondere qualitativ hochwertige Inhalte, die journalistische Grundregeln beachten und bei denen die Bildgröße optimiert wurde, bewirken eine deutliche Steigerung des Referral-Traffics auch mobil". Klingt verlockend einfach - und einfach verlockend. Natürlich spielt dabei auch immer ein wenig das Zufallsprinzip mit. Denn jeder Nutzer interagiert unterschiedlich mit den von ihm abonnierten Seiten.

Stern.de und sueddeutsche.de haben die Ratschläge im Zuge einer intensivierten Partnerschaft mit Facebook in den vergangenen 12 Monaten beherzigt. Und siehe da: Der so genannte Referral-Traffic stieg laut Facebook signifikant an. Sueddeutsche.de verzeichnete einen Anstieg von über 300 Prozent, Stern.de sogar von über 500 Prozent. Im Schnitt hätte sich der Referral-Traffic der insgesamt 29 Facebook-Medienpartner um 170 Prozent erhöht. Zu den internationalen Partnern gehört außer dem "Time Magazine" (Anstieg des Referral-Traffics um 208 Prozent) auch das Social-Media-Phänomen Buzzfeed, das seine Zugriffe um sagenhafte 855 Prozent steigerte. Sogar noch davor liegt die Seite des Sportmagazins Bleacher Report. Zuwachs hier: 1081 Prozent.

Facebook will es den Seitenbetreibern künftig weiter erleichtern, potenzielle Klick-Hits aus dem eigenen Angebot herauszufiltern. Etwa mit dem neuen Tool "Stories to share": Damit erhalten Administratoren von Nachrichtenseiten Empfehlungen für eigene Artikel, die bereits häufig auf Facebook geteilt wurden - außer von der Seite selbst. Laut Justin Osofsky, Vice President Medienpartnerschaften und Global Operations bei Facebook, befinde sich das Feature bislang noch in einer Testphase mit einigen Medienpartnern. ire
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