Brand Safety Youtube will Drittanbieter-Verifizierung nach Werbe-Boykotten ausweiten

Dienstag, 04. April 2017
Youtube wird von großen Werbetreibenden unter Druck gesetzt
Youtube wird von großen Werbetreibenden unter Druck gesetzt
Foto: Youtube
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YouTube Google Philipp Schindler


Google nimmt sich den Werbe-Boykott zahlreicher Großunternehmen bei Youtube zu Herzen: Medienberichten zufolge will der Netzriese künftig mit noch mehr Unternehmen zusammenarbeiten, die die Brand Safety von Youtube-Kampagnen sicherstellen sollen.
Bislang arbeitete Google dabei bereits mit Drittanbietern wie DoubleVerify und Integral Ad Science zusammen. Wie "Adage" meldet, will das Unternehmen jedoch auf Dienstleistungen weiterer, vom Media Ratings Council akkreditierten Verifizierungs-Partner zugreifen. Welche das genau sein sollen und wann Google damit beginnen wird, ist derzeit allerdings offenbar noch unklar.
Hintergrund der Maßnahme: In den vergangenen Wochen hatten immer mehr Top-Werbungtreibende ihre Werbung auf Googles Video-Plattform Youtube eingefroren, nachdem Kampagnen im Umfeld von gewalttätigen oder extremistischen Videos aufgetaucht waren. Google hatte anschließend angekündigt,  die Instrumente zur Sicherstellung von Brand Safety zu verbessern.

Aus Sicht von Youtube-Manager Philipp Schindler wird das Problem der Brand Safety auf der Video-Plattform allerdings aufgebauscht: Nur ein "winziger" Anteil der Anzeigen sei von der Platzierung in problematischen Umfeldern betroffen gewesen, sagte Schindler im Interview mit "Recode". So sei es bei großen Werbekunden um weniger als 0,001 Prozent der ausgespielten Werbeclips gegangen, wie ein Google-Sprecher später präzisierte.

Trotzdem stünden diese Fälle aktuell sehr stark im Fokus, so Schindler: "Das Problem kommt daher, dass jemand es aggressiv auf die erste Seite setzt." ire
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