Nach T-Online-Verkauf Telekom will sich auch von DeTeMedien trennen

Dienstag, 03. November 2015
Die Telekom trennt sich vom Mediengeschäft
Die Telekom trennt sich vom Mediengeschäft
Foto: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom konzentriert sich weiter auf ihr Kerngeschäft und trennt sich im Zuge dessen von einer weiteren Medien-Tochter. Nach dem gerade vollzogenen Verkauf von T-Online und dem Vermarkter Interactive Media an Ströer soll jetzt auch die Verlagstochter DeTeMedien abgestoßen werden. 
Mit mittelständischen und regionalen Telefonbuchverlagen habe sich das Unternehmen auf eine Kaufoption bis 2017 verständigt, sagte ein Konzernsprecher am Dienstag auf Anfrage. Die "Nürnberger Nachrichten" hatten zuvor darüber berichtet. Bis zu diesem Zeitpunkt können die Fachverlage sämtliche Anteile an DeTeMedien erwerben. Verlage und Telekom hätten sich darüber hinaus auf eine Beilegung von Rechtsstreitigkeiten geeinigt. In dem Streit ging es um die Frage, welche Erlöse der Telekom-Tochter zustehen. Verzeichnisse wie das Telefonbuch, das Örtliche und die Gelben Seiten, die von der DeTeMedien vertrieben werden, gehörten nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens, begründete die Telekom den anstehenden Verkauf. Die mittelständischen Verlage könnten diese Geschäfte besser allein weiter entwickeln. Zum Preis äußerte sich der Telekom-Sprecher nicht. mas/dpa
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