Nach Stream-Ausfall Eurosport entschädigt betroffene Nutzer mit 10 Euro

Samstag, 26. August 2017
Fußball-Fans guckten beim Eurosport Player gestern Abend in die Röhre
Fußball-Fans guckten beim Eurosport Player gestern Abend in die Röhre
Foto: Screenshot Eurosport Player App
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Eurosport Freitagabendspiel Fußball-Bundesliga HSV


Gleich am zweiten Bundesliga-Wochenende ist für Eurosport der Worst Case eingetreten: Der Eurosport Player, über den der Discovery-Sender die Freitagabendspiele kostenpflichtig ins Netz überträgt, fiel gestern zu weiten Teilen aus. Die Nutzer bekommen vom Sender dafür eine Entschädigung.

Wer sich am Freitagabend beim Eurosport Player einloggen wollte, um die Partie der Kölner gegen den HSV live zu verfolgen, wurde enttäuscht: Im Web-Angebot hieß es, es sei derzeit kein Live-Content verfügbar. In der mobilen-App gar nicht erst ein Login möglich, stattdessen bekamen die Nutzer eine Fehlermeldung. Das Spiel war das erste, das ausschließlich mit dem kostenpflichtigen Eurosport Player zu empfangen ist.

Erst gegen Ende der Partie, die wegen eines Schiedsrichter-Tauschs ohnehin einiges an Nachspielzeit hatte, gelang es Eurosport offenbar, den Stream zum Laufen zu bringen - zumindest teilweise. Dennoch: Schnell machten die Fans auf Twitter ihrem Unmut Luft, Eurosport postete eine Entschuldigung mit dem Versprechen, mit Hochdruck an einer Lösung zu arbeiten. Unter dem Hashtag #eurosportplayer findet man allerdings auf jede Menge humorvolle Tweets (siehe ganz unten). Ironischerweise schien der Stream über Amazon zu funktionieren, wie einige Twitter-Nutzer berichteten. Dort hatte es in der vergangenen Woche bei der Übertragung der Bundesliga-Auftaktpartie Probleme gegeben.
Für den Sender sind derartige Schwierigkeiten natürlich der absolute Super-GAU: Eurosport hatte das Rechtepaket mit den Freitagsspielen, fünf Spielen am Sonntag (13.30 Uhr), fünf am Montag (20.30 Uhr) und allen Relegationspartien sowie dem Supercup vor dieser Saison von der Deutschen Fußball Liga gekauft. Dafür müssen Fans 29,99 Euro im Jahr bezahlen, was auf die einzelne Partie gesehen einem Betrag von 66 Cent gleich kommt - die Schwierigkeiten vom Freitagabend werden das Vertrauen der Fans in das Produkt jedoch nicht gerade bestärken.
Bei Eurosport ist man sich dieser Thematik bewusst. Noch in der Nacht twitterte das Unternehmen deshalb eine weitere Entschuldigung: "Das entspricht weder unseren Standards noch euren Erwartungen", heißt es in dem Tweet. Man sei nach wie vor mit der Aufarbeitung beschäftigt, wolle sich gleichzeitig aber eine Wiedergutmachung einfallen lassen, die "in den kommenden Tagen" kommuniziert werden solle.

Am Ende ging es dann doch schneller: Noch am Samstag teilte Eurosport mit, allen betroffenen Kunden 10 Euro Entschädigung zu zahlen. "Diese Rückerstattung erfolgt in den kommenden Tagen automatisch. Wir wissen, dass wir damit nichts ungeschehen machen können, aber bitte versteht es als Zeichen unseres guten Willens und ernsthaften Bemühens, Euch als zufriedene Kunden unseres Angebots zu halten und zu überzeugen."

Die Ursache für die Stream-Probleme scheint derweil noch nicht gefunden: "Gemeinsam mit unseren Technologie-Partnern arbeiten wir im Moment mit Hochdruck daran, die Gründe zu identifizieren und sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert", heißt es. ire

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