Nach Rücktritt von Stefan Raab Brainpool steht angeblich fast ohne Aufträge da

Montag, 10. August 2015
Stefan Raab zieht sich Ende des Jahres vom Bildschirm zurück
Stefan Raab zieht sich Ende des Jahres vom Bildschirm zurück
Foto: Pro Sieben / Willi Weber
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Brainpool steuert nach dem TV-Rücktritt von Stefan Raab offenbar auf eine ungewisse Zukunft zu. Bei einem Gerichtstermin am Freitag sagte der Anwalt der Produktionsfirma, man stehe praktisch ohne Aufträge da.
Für das kommende Jahr gebe es bislang erst einen Auftrag - die Hauptversammlung von Schalke 04, sagte der Brainpool-Anwalt am Freitag bei einem Gütetermin vor dem Landgericht Köln. "Der Großteil der Aufträge fällt durch den Rückzug von Stefan Raab weg. 2015 produziert Brainpool 187 Sendungen. 153 davon allein für Stefan Raab" zitiert die "Bild am Sonntag" den Anwalt der Produktionsfirma, an der Raab mit 10 Prozent beteiligt ist. Knapp 50 Mitarbeiter der Kölner Produktionsfirma haben gegen ihre Kündigungen geklagt. Brainpool hat 80 Mitarbeitern gekündigt, nachdem Stefan Raab seinen Abschied vom Fernsehen angekündigt hatte. Der Gütetermin endete ohne Ergebnis.

Zugleich wirft die "BamS" die Frage auf, ob sich die Firma angesichts der Klage von 49 Mitarbeitern vor Gericht arm rechnet - immerhin produziere Brainpool neben den Raab-Shows auch einen Reihe weiterer Sendungen, wie zum Beispiel den deutschen Vorentscheid des Eurovision Song Contest, den Deutschen Comedypreis oder die Comedyshow "Pussy Terror TV" für den WDR.

Stefan Raab hatte im Juni überraschend seinen Abschied aus dem TV-Geschäft zum Ende Jahres angekündigt. dh
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