Nach Kritik an "Tatort" Til Schweiger keilt via Facebook in Richtung Medien

Dienstag, 17. Februar 2015
Via Facebook teilt Til Schweiger mal wieder in Richtung Medien aus
Via Facebook teilt Til Schweiger mal wieder in Richtung Medien aus
Foto: Screenshot Facebook

Dass Til Schweiger ein schwieriges Verhältnis zu den Medien hat, ist bekannt. In der Nacht auf Montag platzte dem Schauspieler und Regisseur mal wieder der Kragen. Auf Facebook kritisierte Schweiger Spiegel Online für eine aus Tweets zusammengestellte Kritik zum Leipziger "Tatort". Nachdem sein Kommentar in vielen Medien zu einer Kritik an dem Krimi umgedichtet wurde, legte Schweiger nun nach. Sein Rat an die schreibende Zunft: "GO, GET A LIFE!!!"
Spiegel Online hatte am Sonntagabend aus Twitter-Kommentaren zum "Tatort" aus Leipzig ein ganz offensichtlich nicht ganz ernst gemeintes Storify zusammengebaut. Die ausgewählten Kommentare, in denen unter anderem über die schauspielerische Leistung von Simone Thomalla oder den scheinbar allzu durchsichtigen Plot gelästert wurde, zeichnete ein wenig schmeichelhaftes Bild von dem Krimi: "Simone Thomalla kann's niemandem recht machen, der berühmte Nebendarsteller war diesmal nicht der Täter ... und eine Fliege erntet mehr Beifall als das komplette Ensemble", fasste Spiegel Online die Meinung der Twitter-Nutzer mit einem Augenzwinkern zusammen. Noch in der Nacht auf Montag ereiferte sich Til Schweiger bei Facebook über den Beitrag: "Der spiegel ist ja angeblich ein qualitätsmedium... dann denkt man automatisch, dass spiegel online (spon) das auch ist... aber, ganz ehrlich... wo ist die qualität, wenn man versucht klicks dadurch zu generieren, indem man die gehässigsten twitter-kommentare von irgendwelchen internetnerds, die nix anderes zu tun haben, als zu lästern und zu haten, publiziert....", schrieb Schweiger. Er selber habe den "Tatort" auch "nicht prickelnd" gefunden, das sei aber nicht die Schuld der Schauspieler, sondern des Autoren.

dpa griff den Post von Schweiger am Montag in seiner Quotenmeldung auf ("Leipziger 'Tatort': Weniger als 10 Millionen - Kritik von Schweiger"), die von zahlreichen Medien aufgegriffen und verbreitet wurde.

Grund genug für Schweiger, sich erneut via Facebook zu Wort zu melden: "Es macht mich echt fertig.... 'weniger als 10 millionen' .......9,4 millionen ist heutzutage nebenbei bemerkt intergalaktisch (wer hat denn bitteschön 9,4 mio zuschauer heutzutage...!!!????)", schrieb Schweiger in der Nacht auf Dienstag. Weiter heißt es in dem Eintrag: "'Til schweiger kritisiert den leipziger tatort'.....WTF...?". Seine Kritik habe auf Spiegel Online gezielt, das den Lesern suggerieren wollte, "dass 30 tausend twitter-guys die allgemeinheit repräsentieren. (...) In amerika würde man euch spin doctors nennen....!!!" Sein Rat an die schreibende Zunft: "Wie sagt der Amerikaner....? GO, GET A LIFE!!!!

Das Verhältnis von Til Schweiger zu den deutschen Medien ist seit Jahren angespannt. Nach schlechten Kritiken zu seinem ersten eigenen Film "Barfuss" verweigert Schweiger den Medien die sonst in der Branche üblichen Presse-Vorführungen. Die jüngsten Ereignisse dürften nicht unbedingt dazu beitragen, das Verhältnis zwischen dem streitbaren Regisseur und den Medien zu entspannen. dh


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