NYT-Chef Mark Thompson „Qualitätsjournalismus war noch nie so wichtig wie heute“

Mittwoch, 13. September 2017
Mark Thompson, CEO der "New York Times"
Mark Thompson, CEO der "New York Times"
Foto: NYT

Wie fühlt es sich an, permanent vom Präsidenten der Vereinigen Staaten angegriffen und verunglimpft zu werden? Mark Thompson, Präsident und CEO der „New York Times“, gab auf der Dmexco die Antwort auf diese Frage: "Nie ist es aufregender gewesen, im Journalismus tätig zu sein, weil Qualitätsjournalismus noch nie so wichtig war wie heute."

Der Kampf gegen „Fake-News“-Vorwürfe mache ein Unternehmen wie seines nur stärker, sagt Thompson im Gespräch mit Mainardo de Nardis, Global CEO von OMD Worldwide. Beide sind sich einig in der Frage, dass Qualität nie zuvor so wertgeschätzt wurde wie heute und Kunden wie Konsumenten bereit sind, dafür zu zahlen.

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Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen seien sowohl im Journalismus als auch im Mediabusiness wertvolle Tools, um noch besser zu werden. Sie werden die menschlichen Fähigkeiten nicht ersetzen, sie aber dabei unterstützen, effektiver zu arbeiten und damit relevanter zu sein. De Nardis stellt fest, dass die digitalen Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind und die größte Herausforderung künftig darin bestehen wird, die Angebote so personalisiert wie möglich zu kreieren.

Medienmacher Thompson und Mediamanager de Nardis sind sich einig in der Frage, dass die Zukunft darin besteht, relevanten Content zu schaffen. Und hier überschneiden sich die Geschäftsfelder zwischen Verlags- und Werbewelt immer mehr. Die „New York Times“ beschäftigt laut Thompson inzwischen doppelt so viele Menschen, die Branded Content für zahlende Kunden kreieren als Anzeigenverkäufer. „Unsere Auftraggeber wollen keine Anzeigenkunden mehr sein, sondern Content-Partner“, stellt Thompson fest. „Unsere Aufgabe ist es, sie davon zu überzeugen, dass es wirklich einen Unterschied machen kann, wenn sie mit uns zusammenarbeiten.“

Thompson warnt die Verlegerbranche außerdem vor einem Fehler, den vor allem viele journalistische Start-Ups begangen hätten: „Mit einer schnellen Headline ein möglichst großes Publikum aufzubauen, ist kein Geschäftsmodell. Wer nur darauf vertraut, steht im Wettbewerb mit der ganzen Welt und wird scheitern.“ Thompson nennt zwar keine Namen, sagt aber klipp und klar, dass Medien, denen es nur ums Click Baiting geht, nichts mit Journalismus zu tun haben. bu

 
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