NSA-Affäre "Guardian" berichtet von massivem Druck durch britische Regierung

Dienstag, 20. August 2013
Alan Rusbridger (Foto: Guardian)
Alan Rusbridger (Foto: Guardian)

Die Enthüllungen über die amerikanischen und britischen Spähprogramme sind für den "Guardian" nicht ohne Folgen geblieben. Wie Guardian"-Chefredakteur Alan Rusbridger in einem Kommentar berichtet, hat die britische Regierung nach der Berichterstattung über die von Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden gelieferten Geheimdokumente massiven Druck auf die Zeitung ausgeübt. Laut Rusbridger wurde Guardian -Journalist Glenn Greenwald, der mehrfach Dokumente Snowdens veröffentlicht hat, am vergangenen Wochenende auf dem Flughafen London-Heathrow neun Stunden lang festgehalten und unter Verweis auf ein Anti-Terror-Gesetz befragt.

Bereits kurz nach den ersten Berichten über das Prism-Spähprogramm hätten die Behörden massiven Druck auf die Zeitung ausgeübt. Ein Regierungsvertreter habe die Herausgabe oder die Zerstörung des Snowden-Materials verlangt. Ihr habt eure Debatte gehabt. Es gibt keinen Grund, jetzt noch mehr zu veröffentlichen", zitiert Rusbridger den Regierungsmitarbeiter. Erst nach der Androhung rechtlicher Schritte habe der "Guardian" schließlich der Zerstörung der Festplatten zugestimmt. Diese sei von britischen Geheimdienstagenten in der Redaktion überwacht worden.

Der Guardian gehörte zu den ersten Medien, die auf Basis der von Ex-US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden bereitgestellten Geheimdokumente über die amerikanischen und britischen Spähprogramme berichtete. Dadurch gerieten sowohl die Regierungen massiv unter Druck. mas
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