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VPRT-Vorstandsvorsitzender Hans Demmel diskutiert auf dem #DMK18 mit der ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab
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N-tv-Chef Demmel "Wir wollen das duale System nicht abschaffen - wir wollen nur Grenzen"

VPRT-Vorstandsvorsitzender Hans Demmel diskutiert auf dem #DMK18 mit der ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab
Mit der friedlichen Koexistenz scheine es vorbei zu sein, sagte Juliane Paperlein, die beim Deutschen Medienkongress das Gespräch mit der ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und dem VPRT-Vorstandsvorsitzenden Hans Demmel moderierte. Thema war die Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der Konflikt mit privaten Medienanbietern. Mehr als das, was an Wirtschaftspotenzialen gehoben und an Maßnahmen erarbeitet worden ist, sei nicht möglich, sagte Pfab. Demmel widersprach und gab zu bedenken: Eine größere Bereitschaft zum Verzicht könnte die schwindende Akzeptanz von ARD und ZDF in der Bevölkerung erhöhen: "Weniger wäre mehr".
von Ulrike Simon, Mittwoch, 17. Januar 2018
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    Ging da wirklich nicht mehr? Könnten ARD, ZDF und Deutschlandradio mit ihrem jährlichen Beitragsaufkommen von mehr acht Milliarden Euro in Wahrheit nicht doch mehr einsparen als eine dreistellige Millionensumme auf niedrigsten Niveau? Nein, antwortete Pfab. Sicherlich werde die eine oder andere Effizienzmaßnahme künftig noch weitere Einsparmöglichkeiten eröffnen. Wäre allerdings gelungen, auf Anhieb deutlich mehr als das Errechnete aus dem System herauszupressen, hätten in den vergangenen Jahren alle einen schlechten Job gemacht: angefangen bei den Aufsichtsgremien bis hin zu den Rechnungshöfen. Im Übrigen gehe es bei der Strukturreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht nur um Synergieeffekte und ums Sparen, sondern darum, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zukunft leisten soll und was die Nutzer von ihm erwarten. Deshalb brauche es mehr Freiheiten für digitale Angebote. Der Vorwurf der "Kommerziellen", wie Pfab die privaten Anbieter nennt, ARD und ZDF wollten immerzu wachsen und forderten immerzu Geld, sei daher falsch.

    Demmel, zugleich Geschäftsführer des zu RTL gehörenden Nachrichtensenders n-tv, konterte, der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen Forderungen nach lascherer Regulierung im Netz tue so, als müsse er ein Marktversagen der Privaten ausgleichen. "Dieses Marktversagen gibt es nicht". Folglich gebe es keinen Grund, weshalb etwa die Tagesschau und heute im Netz dieselben Nachrichten anbieten wie die Webseiten und Apps von Welt bis n-tv.
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    Pfab widersprach erwartungsgemäß. Wichtiger denn je sei es, neben den genannten Angeboten ein öffentlich-rechtliches zu haben, das nicht nur wirtschaftlich unabhängig ist, sondern das auch von jedem Ruch frei ist, in einer wie auch immer gearteten wirtschaftlichen Abhängigkeit zu stehen.

    Für Demmel war das kein Grund klein beizugeben. Warum, fragte er Pfab, wolle die ARD die Verweildauern von Lizenzware in den Mediatheken ausweiten? Es sei doch jetzt schon "ein Haufen Holz", womit die Öffentlich-Rechtlichen dort tagtäglich aufwarten. Pfab entgegnete, die Zuschauer erwarteten heutzutage schlicht, dass alles, was linear ausgestrahlt wurde, zeitversetzt auch mobil zu sehen ist. Im Übrigen müsse man sich nur die Programmschemata der Privaten anschauen: Sie seien es, die amerikanische Lizenzware ausstrahlen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk strahle fast nur Eigenproduziertes aus. Selbst die Lizenzproduktionen seien vor allem europäische. Kurzum: "Die ARD ist zu mehr als 90 Prozent made in Germany". Trotzdem erhöhe eine Ausweitung der Verweildauern für die Öffentlich-Rechtlichen im Netz die Chance, dass es den einen oder anderen kleinen Privatsender erwischt, sagte Demmel. Schließlich versuchte er es mit einem Appell an die Vernunft.

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    "Ich bin ein Anhänger des dualen Systems", bekannte Demmel. Daher wolle er auch nicht auf eine Situation zusteuern wie der aktuell in der Schweiz. Dort würde mit der Abstimmung über "No Billag" in sechs Wochen gleich das ganze System in Frage gestellt. Eine ähnliche Stimmung in der Gesellschaft will er hierzulande vermeiden. Da mutiere selbst er zum Verteidiger des beitragsfinanzierten Rundfunks.

    Umso mehr will er zu bedenken geben, dass die schwindende Akzeptanz von ARD und ZDF möglicherweise ein Ende hätte, würde dort mehr Verzicht geübt. "Wir wollen das duale System nicht abschaffen. Wir wollen nur Grenzen, damit alle darin überleben".

    Normalerweise hätte Pfab in diesem Moment geantwortet, dass es an der Politik sei, den Auftrag zu reduzieren und damit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk zum Verzicht auf das eine oder andere Angebot zu zwingen. Am 1. Februar, beim nächsten Treffen der Ministerpräsidenten, hat die Politik dazu Gelegenheit. Doch Pfab hatte keine Gelegenheit mehr zu antworten, denn auch das Programm des Deutschen Medienkongresses kennt Grenzen. Die für die Diskussion vorgesehene Zeit war um. usi
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