Musikpreis Vox schnappt sich die Echo-Verleihung

Montag, 19. Dezember 2016
Vox überträgt im kommenden Jahr die Verleihung des Echo
Vox überträgt im kommenden Jahr die Verleihung des Echo
Foto: BVMI

Das ging schnell: Nur wenige Tage, nachdem die ARD bekannt gegeben hat, im kommenden Jahr auf die Übertragung des Echo zu verzichten, steht schon ein neuer Sender Gewehr bei Fuß. Im kommenden Jahr wird Vox die Verleihung des wichtigsten deutschen Musikpreises ausstrahlen.
Am Freitag hatte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber bekannt gegeben, dass man die Show im kommenden Jahr nicht übertragen werde. Er begründete die Entscheidung mit "inhaltlichen Gründen". Bei der Preisverleihung in diesem Jahr hatte Rapper Sido auf der Bühne für einen Eklat gesorgt, aber auch die Einschaltquoten waren mit zuletzt weniger als 3,5 Millionen Zuschauern überschaubar. Für Vox wären Zuschauerzahlen in dieser Größenordnung hingegen durchaus ein Erfolg. Der Sender hat in den vergangenen Jahren mit Musikshows wie "X Factor" und vor allem "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" diverse Erfolge gefeiert. 2015 erhielt der Sender aus der Mediengruppe RTL Deutschland für seine Verdienste um die Präsentation von Musik im Fernsehen selbst den Echo als "Partner des Jahres". Im kommenden Jahr wird der Sender nun selbst für die Show verantwortlich zeichnen.

"Wir fühlen uns geehrt und verpflichtet, unsere Art und Weise Musikshows zu erzählen, nun auch bei der Echo-Verleihung umzusetzen", freut sich Kai Sturm, Chefredakteur und Unterhaltungschef bei Vox: "Die Labels, Musiker und Zuschauer gleichermaßen glücklich zu machen, ist eine große Herausforderung, der wir uns gerne gemeinsam mit dem BVMI (Bundesverband Musikindustrie) stellen."

Auch bei dem Verband zeigt man sich erfreut, so schnell einen neuen Partner gefunden zu haben. "Seit der ersten Verleihung im Jahr 1992 hat sich der Echo kontinuierlich entwickelt. Wir blicken zurück auf großartige 25 Jahre mit beeindruckenden Künstlern, emotionalen Show-Highlights und vielen bleibenden Fan-Momenten", erklärt BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke: "Jetzt schreiben wir an einem neuen Echo-Kapitel. Ich bin gespannt, wie es sich lesen wird, und freue mich schon jetzt sehr auf die Zusammenarbeit mit Vox, unserem neuen Sendepartner im kommenden Jahr." dh
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