Musik in der Werbung Sechs Tipps von Kommunikationsexperte Tomas Bacoccoli

Mittwoch, 04. Juni 2014
Tomas Bacoccoli, CEO der Stockholmer Agentur Planet B (Screenshot: Youtube)
Tomas Bacoccoli, CEO der Stockholmer Agentur Planet B (Screenshot: Youtube)


Musik schafft Emotionen, sagt mehr über uns aus, als unser Kleidungsstil, und bringt die Menschen zusammen. Der italienische Kommunikationsexperte Tomas Bacoccoli weiß um die Macht von Musik in der Werbung - und glaubt, dass diese künftig noch relevanter werden wird. Auf dem Radio Advertising Summit in Düsseldorf gibt er den Besuchern sechs Tipps mit auf den Weg, worauf sie beim Einsatz von Musik in der Werbung achten müssen.


Bacoccolis "Six Gifts":

1. Wie eine Marke klingt, ist ebenso wichtig, wie sie aussieht.
2. Man muss den eigenen Musikgeschmack außen vorlassen. Das Publikum sollte entscheiden.
3. Kooperationen zwischen Künstlern und Marken müssen glaubhaft sein und sich real anfühlen.
4. Man muss sicherstellen, dass die Musik einen Zweck erfüllt und auf allen Plattformen funktioniert. "Achtung: Durchschnittliche Musik schadet Marken", warnt Bacoccoli.
5. Musik ist nicht mehr Entertainment. Es ist ein Medium und das sollte auch gemessen werden.
6. Wenn Sound und Musik die Zukunft der Kommunikation sind, wird Radio künftig eine größere Rolle spielen.

Mit steigender Parallelnutzung werde es immer wichtiger, die Zuschauer und Zuhörer zumindest mit dem Sound bei Laune zu halten. "In der Werbepause gehen die Menschen zum Second Screen über, aber sie hören noch zu. Man muss einen Sound haben", so der Kommunikationsexerte.

Als Beispiele für überaus gelungene Integration von Musik und Sound nennt Bacoccoli Coca-Cola. Diese hatten für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 einen eigenen Song lanciert. "Wavin Flag" wurde zu einer Hymne mit Umsetzungen in den nationalen Märkten. Es beinhaltete aber auch das damit bekannt gemachte Soundlogo von Coca-Cola, das noch heute genutzt wird.

Ebenfalls bemerkenswert sind die Kampagnen der britischen Einzelhandelskette John Lewis. Die Spots, vor allem zum Weihnachtsgeschäft, werden sehnsüchtig erwartet. In ihnen spielt Musik eine große Rolle. Der Song "Somewhere only we know" zur Weihnachtskampagne "The bear & The hare" stammt von Lily Allen. pap
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