Motorpresse Autozeitschriften kämpfen um Marktanteile

Donnerstag, 12. September 2013
Die Autozeitschrfiten kämpfen mit der Fragmentierung des Werbemarkts
Die Autozeitschrfiten kämpfen mit der Fragmentierung des Werbemarkts

Zuerst die gute Nachricht: Das Anzeigengeschäft der Motorpresse hat sich im 1. Halbjahr 2013 besser entwickelt als der Gesamtmarkt (minus 2,1 Prozent). Dennoch hat das nach Bruttowerbeumsatz viertstärkste Zeitschriftensegment 1,2 Prozent an Erlösen eingebüßt. Der Kfz-Werbemarkt insgesamt nahm nach dem Einbruch 2009 eine Folge der weltweiten Finanzkrise wieder zügig Fahrt auf und legte zwischen 2010 und 2012 um 15 Prozent auf 2,33 Milliarden Euro zu. Allerdings hat sich der Mediasplit der Werbungtreibenden aus der Autobranche verändert. Während das Fernsehen seine führende Position als Werbeträger behaupten und seit 2007 leicht verbessern konnte, verloren die Zeitungen als zweitstärkste Kraft bis 2012 gut 6 Prozentpunkte und liegen nach den ersten 7 Monaten dieses Jahres erstmals unter 20 Prozent.

Die Publikumszeitschriften waren 2011, gemessen an den Bruttoerlösen, noch drittstärkster Werbeträger und mussten im vergangenen Jahr bei eigenem Marktanteil von 12,2 Prozent sowohl Online (13,4) als auch Radio (12,5 Prozent) vorbeiziehen lassen. Im laufenden Jahr drohen weitere Einbußen: Von Januar bis Juli 2013 hat sich die Quote der Zeitschriften auf 11,5 Prozent verringert.

Während die Bruttowerbeerlöse sinken, gewinnt die Mehrheit der Blätter an Reichweite. Dabei geht die Entwicklung zwar weg vom Abonnement, der Radius des Leserkreises vergrößert sich aber beim einzelnen Heft. So können insgesamt acht von zwölf Autozeitschriften an Reichweite zulegen. Roland Karle
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