Moderatoren und Fußballexperten SWR-Justiziar Eicher will mehr Transparenz beim Thema Honorare

Freitag, 15. Juli 2016
ARD-Experte Mehmet Scholl (r.) mit Moderator Matthias Opdenhövel
ARD-Experte Mehmet Scholl (r.) mit Moderator Matthias Opdenhövel
Foto: WDR/Sachs

Hermann Eicher, Justiziar des Südwestrundfunks (SWR), plädiert für mehr Transparenz beim Thema Honorare für Moderatoren und Fußballexperten. "Ich stehe jeden Tag auf unterschiedlichste Weise in Verbindung mit überzeugten Kritikern des Rundfunkbeitrags", sagte Eicher dem "Tagesspiegel" in Berlin (Freitag).

"Denen zu sagen: 'Es gibt keinen Weg am Rundfunkbeitrag vorbei, wir sagen euch aber nicht, was wir zum Beispiel bei den Expertenverträgen mit dem Geld der Beitragszahler machen', passt einfach nicht mehr in die Zeit", sagte der SWR-Justiziar, der innerhalb der ARD federführend beim Thema Rundfunkbeitrag ist. "Wir müssen daher alles daransetzen, das zu ändern."

Dass zwar bekannt sei, wie viel ein Intendant verdiene, aber nicht, wie viel Honorar ein Fußballexperte bekomme, erklärt Eicher damit, dass für Honorarverträge Privatrecht gelte. Eine schnelle Änderung der Situation hält er für unrealistisch: "Es dämmert neben mir auch vielen anderen Verantwortlichen in der ARD, dass es so nicht mehr weitergehen kann", sagte Eicher der Zeitung. "Aber es braucht halt seine Zeit, bis ein föderaler Verbund wie die ARD das auf einen Nenner gebracht hat."

Während der Fußball-EM hatte es eine Diskussion um die Höhe der Honorare für Fußballexperten der öffentlich-rechtlichen Sender gegeben, die die Spiele analysiert haben. dpa

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